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Buchmesse und BITKOM intensivieren Kooperation

Die Frankfurter Buchmesse und BITKOM wollen ihre im vergangenen Jahr gestartete Zusammenarbeit weiter intensivieren. Das gaben Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM, und Buchmessedirektor Juergen Boos (Foto) heute Mittag bei einem Pressegespräch in Berlin bekannt.

BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., wird im Oktober erstmals mit einem Stand in Frankfurt vertreten sein.

„Technologie und Inhalte wachsen zusammen. Darauf müssen sich BITKOM-Branche, Verlage und Autoren gleichermaßen einstellen“, betonte Rohleder. „Content is King“, sagte er, aber Technologie sei Queen. Inhalt brauche Endgeräte. Und die legen stark zu: Im laufenden Jahr werde der Umsatz mit Geräten zur Darstellung elektronischer Bücher um 33 Prozent von derzeit 24 Millionen auf 31 Millionen Euro steigen.

Auch andere Geräte zur Darstellung von multimedialen Inhalten wie Smartphones oder Tablet-PCs sind im Kommen. Nach BITKOM-Berechnungen werden in diesem Jahr rund 10,1 Millionen Smartphones verkauft, 2012 wird sich diese Zahl noch einmal um 24 Prozent auf 12,6 Millionen Stück erhöhen. Der Umsatz wird dann 2,3 Milliarden Euro betragen. Der Umsatz mit Tablet-PCs soll im Jahr 2011 um 70 Prozent auf 770 Millionen Euro steigen, der Verkauf soll sich auf 1,5 Millionen Geräte nahezu verdoppeln.

Unter Hinweis auf die Musik- und Filmbranche riet Rohleder, aus den Fehlern, die andere gemacht haben, zu lernen. Die Buchbranche sei gut beraten Gas zu geben.

Die anfängliche Unsicherheit bei den Verlagen habe sich mittlerweile gelegt, so Juergen Boos. Die Veränderungen würden als Chance begriffen. Künftig werde die Digitalisierung zu bislang unbekannten und faszinierenden Formaten und Verarbeitungstechnologien führen. Zudem bringe sie komplett neue Formen der Zusammenarbeit hervor. „Die Frankfurter Buchmesse öffnet neue Märkte und zeigt Möglichkeiten für die weitere Produktion und Verwertung von Content auf.“ So wie Hörbücher gedruckte Bücher nicht verdrängt haben, sei auch die Digitalisierung als Additiv zu sehen.

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