30 Literaturkritiker nennen monatlich – in freier Auswahl – vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen, und geben ihnen Punkte (15, 10, 6, 3). Die Addition ergab für Juli/August folgendes Resultat (in Klammern die Position der Juni-Bestenliste).
1. [WILHELM GENAZINO Wenn wir Tiere wären Roman. Carl Hanser Verlag 89 Punkte
2. LIAO YIWU Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen S. Fischer Verlag 56 Punkte
3. MARTIN WALSER Muttersohn Rowohlt 46 Punkte
4.-6. LYDIA DAVIS Formen der Verstörung Droschl 30 Punkte
ERICH MÜHSAM Tagebücher 1 Verbrecher 30 Punkte
GREGOR SANDER Winterfisch Wallstein 30 Punkte
7. ALICE MUNRO Zu viel Glück S. Fischer 26 Punkte
8. – 10. MAJA HADERLAP Engel des Vergessens Wallstein 25 Punkte
BEN LERNER Die Lichtenbergfiguren luxbooks 25 Punkte
JAMES WOOD Die Kunst des Erzählens Rowohlt 25 Punkte
Persönliche Empfehlung im September von Jens Jessen (Berlin): WILLIAM MAKEPEACE THACKERAY Das Buch der Snobs Manesse: „William Thackeray, berühmt für seine Gesellschaftssatire „Vanity Fair“, hat sich ein besonderes Exemplar der Londoner Gesellschaft seiner Zeit noch einmal extra vorgeknüpft: den Snob, womit damals noch keiner gemeint war, der von oben herab, sondern einer, der von unten herauf blickt. Der Aufsteiger mit seiner Gier nach Konsumartikeln der höheren Lebensart wird von Thackeray – bei aller Lust an Jux und Tollerei – auf eine Art seziert, dass wir in ihm sofort unseren Zeitgenossen erkennen.“
Literatur im Fernsehen
Donnerstag, 1. September um 22.30 Uhr im SWR Fernsehen
Sonntag, 4. September um 10.15 Uhr in 3sat
„Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg
Gäste: [Thomas Gottschalk und [Daniel Kehlmann
Donnerstag, 22. September um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen
Sonntag, 25. September um 10.15 Uhr in 3sat
„Literatur im Foyer“ mit Thea Dorn
Gast: Martin Walser
Donnerstag, 29. September um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen
Sonntag, 2. Oktober um 10.15 Uhr in 3sat
„Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg
Gäste: [Charlotte Roche und Ulrich Clement