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Deutsche Texte für den „Garten der Klänge“: Goethe-Institut in Lissabon widmete eine Woche der Hörkunst

v.l.: Falk T. Puschmann. Dennis Schuster

Auch über Deutschland hinaus treffen Hörspiele als aufwendigste Hörbuchgattung auf zunehmendes Interesse. So veranstaltete das Goethe-Institut in Portugal vor kurzem die Reihe „Garten der Klänge“ und präsentierte verschiedene Hörkunst-Projekte. Auch das deutsche Hörspiel-Label innovative fiction war zu einem Vortrag nach Lissabon eingeladen. Eine 15-minütige Video-Zusammenfassung ist auf Youtube abrufbar.

Von der Präsentation italienischer, spanischer und portugiesischer Hörspiele nach Texten von Juli Zeh über die Vertonung des Stummfilms „Die Austernprinzessin“ von Ernst Lubisch bis zur Radiowerkstatt „Erfinde ein Hörspiel“ für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren – in seiner Reihe „Jardim dos Sons“ brachte das Goethe-Institut sehr kurzweilig Kultur zum Klingen. Parallel zur Veranstaltungsreihe war im Garten des Goethe-Instituts die Klanginstallation „Corrente“ zu besichtigen, die Ausschnitte aus den 35.000 Briefen Alexander von Humboldts zu Gehör brachte, die er auf seinen Reisen durch Südamerika zwischen 1799 und 1804 geschrieben hatte.

Stellvertretend für die deutsche Hörspielbranche, die aus immer mehr unabhängigen Produzenten besteht, waren Falk T. Puschmann und Dennis Schuster als Referenten eingeladen. Die Gründer des Verlags innovative fiction präsentierten einen Auszug aus ihrem prämierten Hörspiel Experiment Zero. In der Geschichte verliert ein Mann sein Gedächtnis, erwacht in einem fremden Haus und ist gezwungen, den Anweisungen einer weiblichen Stimme zu gehorchen, die mit ihm ein Spiel über Leben und Tod beginnt.

Die beiden Produzenten sprachen im Anschluss über die Produktion und über die Möglichkeiten, wie man ein Hörspiel ohne die Hilfe eines großen Verlages produzieren und verbreiten kann. Das Besondere dabei war auch der Grund für die Einladung des Goethe-Instituts: Die an der Produktion Beteiligten sind über ganz Deutschland verteilt, und die komplette Organisation – von der Idee, dem Skript, bis hin zu den Aufnahmen, dem Abmischen und der Verbreitung – findet komplett über das Internet statt.

Im Vortrag, der als 15-minütige Video-Zusammenfassung bei Youtube abrufbar ist (http://www.youtube.com/watch?v=U4jlP9oeoqI), gaben Puschmann und Schuster einen Einblick in ihre Arbeit und die kreativen Möglichkeiten von Internet-Communitys und dezentraler Produktion, ebenso in die Vorzüge und Chancen des Internets, um Hörspiele überhaupt bekannt zu machen.

rw

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