Ist das ein Signal? De Gruyter übernimmt das Journal-Programm von Berkeley Electronic Press (bepress). Dabei handelt es sich um insgesamt 67 Zeitschriften in den Fachgebieten Recht, Business und Economics, Geisteswissenschaften und in den Naturwissenschaften.
Berkeley Electronic Press wurde 1999 von Wissenschaftlern in Kalifornien gegründet, als eine Alternative zu etablierten Wissenschaftsverlagen und insbesondere als Antwort auf deren Preispolitik. Dem Verlag ist es seitdem gelungen, im Wesentlichen durch Neu- und Eigengründungen qualitativ hochwertige Inhalte zu publizieren und exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dauerhaft an sich zu binden.
„Wir beenden unsere Arbeit mit dem Abo-basierten Zeitschriftengeschäft, weil wir glauben, mit Digital Commons zur Verbreitung von bibliotheksgeführten Veröffentlichungen und von Forschungsprogrammen eine größere Wirkung auf die wissenschaftliche Kommunikation zu erzielen“, so Jean-Gabriel Bankier, bepress President und CEO. Mit der sofort wirksamen Übernahme werden die Zeitschriften in die vorhandenen Lektorate von De Gruyter eingegliedert. Die bisher im Verlag nicht verlegten Themengebiete Business und Economics werden durch den Bereich Legal betreut.
„Die Akquisition der Zeitschriften von Berkeley Electronic Press stellt einen wichtigen Meilenstein in der Internationalisierung von De Gruyter dar“, so Dr. Sven Fund, Geschäftsführer von De Gruyter. „Wir gewinnen nicht nur qualitativ hervorragende englischsprachige Inhalte für unser Programm, sondern können auch unseren bestehenden Kundenstamm um eine wertvolle Gruppe erweitern.“ De Gruyter baut sein Portfolio durch die Akquisition von 173 auf 235 Zeitschriften aus. Für die Diskussion um die Frage nach verlagsunabhängigem Publizieren könnte dies ein Signal sein: Die wissenschaftliche Publikationstätigkeit kommt ohne Wissenschaftsverlage nicht aus.