An den grundsätzlichen Bedürfnissen habe sich seit 1975 im Bahnhofsbuchhandel eigentlich nicht, so Adam-Claus Eckert im Unternehmergespräch mit der FAZ heute morgen. Doch im Detail haben sich die Bedürfnisse durchaus verschoben. „Früher hatten mehr als die Hälfte der Reisenden in einem Großraumabteil etwas zu lesen in der Hand. Heute verlieren wir von Jahr zu Jahr 3 bis 5 Prozent Absatz an Zeitungen und Zeitschriften.“
„Die Menschen haben noch immer das Bedürfnis sich für ihre Reise zu versorgen. Sie wollen etwas zum Lesen, zum Essen und zum Trinken“, so Eckert, der erst kürzlich 65 geworden ist. 190 Filialen übernehmen diese Aufgabe bundesweit. Die Bahn wolle Top-Mieten, tue aber zu wenig für ihre Bahnhöfe, kritisiert er. Eckert hat in seinem Unternehmen die Mitarbeiterbeteiligung eingeführt. „Seitdem interessieren sich die Mitarbeiter sehr, wofür das Unternehmen Geld ausgibt. Das ist auch für die Geschäftsführung eine ganz neue Situation“, sagt er. Dass die Witwer-Filialen an ihm vorbei zu Valora gegangen sind, habe ihn zwar geärgert, aber wichtiger sei ihm, das Angebot zu verjüngen. Das will er mit der Einrichtung von Kaffee-Stationen erreichen und einer Ausweitung seiner Standorte außerhalb des engen Bahnhofsbereichs.







