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3. OPEN BOOKS in Frankfurt vorgestellt

Organisatorinnen Silke Hartmann, Sonja
Vandenrath und Christiane Munsberg (v.l.)

Der Gedanke, die Buchmesse in die Stadt zu tragen, hat sich auch in diesem Jahr wieder durchgesetzt. Demzufolge finden zum dritten Mal während der Messe über 100 Veranstaltungen mit 61 Verlagen und 145 Autoren im Zentrum Frankfurts statt. Federführend dabei ist das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

„Damit wird Lektüre zu einer öffentlichen Angelegenheit“, fasste Frankfurts Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth auf der heutigen Pressekonferenz das Konzept zusammen. Es gehe dabei ums Lesen, nicht um kommerzielle Hintergedanken – Interessenten können fast alle Veranstaltungen gratis besuchen. „Nicht nur die Stars, wie Doris Dörrie, Andreas Maier, Volker Braun, Heinz Rudolf Kunze und Bastian Sick, sondern auch Debütanten präsentieren sich in diesem Rahmen“, unterstrich der Stadtrat. Im letzten Jahr kamen 25.000 Besucher zu den Veranstaltungen der OPEN BOOKS.

Der Ehrengast Island ist mit Kristin Steinsdottir, Kristof Magnusson, Steinar Bragi, Sjón und Asgerdun Junisdottir vertreten.

Die Eröffnung des Frankfurter Lesefestes beginnt mit einem Paukenschlag und einer Novität: Am Dienstag, 11. Oktober, ist das Blaue Sofa im Chagallsaal im Schauspiel Frankfurt zu Gast. Auf dem vom Club Bertelsmann im Jahr 2000 initiierten und mittlerweile zu einer anerkannten Literaturinstitution gewordenen Blauen Sofa werden als Gäste Boualem Sansal, der diesjährige Friedenspreisträger, der – noch unbekannte und erst am Vortag der Veranstaltung gekürte – Gewinner des Deutschen Buchpreises 2011, Janne Teller, Steinunn Sigarðóttir und Veruschka von Lehndorff Platz nehmen. Sie werden sich mit den Moderatoren Wolfgang Herles, Barbara Wahlster, Susanne Führer, Carl-Ludwig Paeschke und Alf Mentzer unterhalten. Zu dieser Veranstaltung sind ab sofort beim Schauspiel Frankfurt Karten zum Preis von zehn bzw. acht Euro erhältlich. Über diesen Abend informierte Christiane Munsberg, Club Bertelsmann.

Zentrum der OPEN BOOKS, so erläuterte Carolina Romahn, Kulturamt, ist wiederum der Frankfurter Kunstverein am Römerberg im Herzen der Stadt. Hier beginnt ab Mittwoch, 17 Uhr – die Anfangszeit ist in diesem Jahr später – das belletristische Programm, das stündlich – mit einer 30-minüitgen Pause dazwischen – wechselt. Die Besonderheit an diesem Ort: Die Lesungen finden in den Ausstellungsräumen zweier Expositionen im Rahmen der Ehrengastpräsentation Sagenhaftes Island statt; seit 18. August sind im Frankfurter Kunstverein unter dem Titel Grenzen anderer Natur zeitgenössische Fotografien verschiedener Künstler sowie unter dem Titel Endlose Sehnsucht, ewige Wiederkehr Videoinstallationen, Malerei und Fotografie von Ragnar Kjartansson zu sehen.

Gastgeber für das Sachbuchprogramm ist erneut das Haus am Dom, nur drei Minuten zu Fuß entfernt. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe, in der Evangelischen Stadtakademie Römer9, sind internationale Autoren zu erleben. Auf Einzelheiten ging Projektleiterin Dr. Sonja Vandenrath, Kulturamt, ein.

Auch in diesem Jahr heißt es zum Abschluss wieder „Literatur legt auf“ bei der Open Party im Literaturhaus Frankfurt am Samstag, 15. Oktober, Eintrittskarten sind zum Preis von sechs Euro erhältlich.

Zu allen Veranstaltungen gibt es Büchertische, die in diesem Jahr von den inhabergeführten und unabhängigen Geschäften Karl Marx Buchhandlung, Buchhandlung Land in Sicht und Buchhandlung Schutt durchgeführt werden.

Parallel zu den OPEN BOOKS findet das Programm Literatur im Römer statt.

Details zum Programm sind unter www.openbooks-frankfurt.de nachlesbar.

Auf der Pressekonferenz wurde noch eine Novität vorgestellt: Der monatliche Literaturkalender der Stadt auf einem Blick. Eine seit langem geforderte Übersicht zu den literarischen Veranstaltungen auf einem Plakat wurde endlich in die Tat umgesetzt; die erste Ausgabe erscheint für den Messemonat Oktober und wird künftig im Stadtbild für Bücher und Autoren werben.

JF

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