
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Pöbel-Pofalla hat es auf die Titelseiten geschafft. Wissen wir endlich, wie so der Umgangston in unserem werten Parlament ist, wenn mal jemand aufs Grundgesetz pocht. Und: Sein markiger Spruch vom „deine Fresse nicht mehr sehen können“ dürfte ab sofort sanktioniert und kein Kündigungsgrund sein, oder?
Frankfurter Rundschau
Heute nix.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kein Spaß, auch wenn es so aussieht: Stephen Fry Ich bin so fry (Aufbau).
Höllenfahrt: Ida Finks letzter Roman Die Reise (Suhrkamp).
„Die Persönlichkeit hält eine Menge Tabletten aus: Roland Kipke Besser werden (mentis).
Die FAZ hat Humor: „Was las Angela Merkel in der Sommerpause? Hugo von Hofmannsthals Opernlibretto „Die Frau ohne Schatten“. Die Kanzlerin versteht es als Regieanweisung für ihren Regierungsstil – mit öffentlichen Proben.“
Personalien der Woche: Egon Ammann wird am 9. Oktober 70 – siehe auch unsere „Zeitreise“ um heute erscheinenden BuchMarkt-Heft.
Tadeusz Rozewicz wird am gleichen Tag 90.
Neue Wirtschaftsbücher
georg von Wallwitz Odysseus und die Wiesel (Berenberg) und Alastair Campbell Power & Resposibility 1999-2001 (Hutchinson).
Süddeutsche Zeitung
Am Donnerstag Mittag wird die Entscheidung bekannt gegeben, wer Literaturnobelpreisträger wird, ist nun seit gestern offiziell. Qualifizierte Gerüchte werde es diesmal nicht geben. Gehandelt werden der syrisch-libanesische Lyriker Adonis, sowie sein Schwedischer Kollege Tomas Tranströmer. Danach folgen Peter Nádas, Thomas Pynchon und Assia Djebar. Außerdem wird der Sprachwissenschaftler Tomas Riad den sechsten Platz der verstorbenen Schriftstellerin Birgitta Trotzig in Jury einnehmen.
„Das Imperium schreckt zurück“: Merwan & Vivès haben mit Für das Imperium eine phantastische Römer-Comic-Trilogie geschaffen (Repordukt).
„Du hast das Meer und die Berge – aber was ist mit dem Wald?“: Per Olov Enquist, der 70 wurde, und der isländische Autor Kalman Stefánsson unterhalten sich. Zum 70. stiftete Enquists Verlag Norstedts den Preis Autor auf dem Weg hinaus in die Welt, den nu Stefánsson bekam. Anlass für das Gespräch. Von Stefánsson erschien bei Reclam Himmel und Hölle.
„Die Jeckes schmettern Choräle“: In Als sei ich von einem anderen Stern erzählen Juden, die nach Kanada flüchteten ihr zersplittertes Leben (Das Wunderhorn)
Albert Ostermaier erhält den Literaturpreis der WELT.
Die Welt
Kommt der digitale Burnout? Miriam Meckel befürchtet das: Next. Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns (Rowohlt).
NZZ
Jon McGregor Als Letztes die Hunde (Berlin) – schonungslos und doch human.
Der Spiegel
Neue Erkenntnisse im Politkowskaja-Mord: Ein Kriminalbeamter mit Verbindungen zur Mafia spielt eine Schlüsselrolle.
Friedrich Kellner Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne. Tagebücher 1939-1945 (Wallsetin).
Wenig angetan von Umberto Ecos neuem Roman Der Friedhof von Prag (Hanser) ist Matthias Matussek. Er hat sich augenscheinlich ziemlich gelangweilt.