Auf seiner Internetseite bestätigt die VdS Bildungsmedien den Einsatz einer Plagiatssoftware, die Schulrechner in Zukunft nach unerlaubten PDFs mit Schulbuchinhalten durchsuchen soll. Der gehe auf einen Vertrag zurück, der bereits im Dezember 2010 beschlossen worden ist.
Mehrere Berichte hatten gestern für Unruhe vor allem bei den Schulen gesorgt. „Die 16 Bundesländer haben mit den in der ‚Zentralstelle Fotokopieren an Schulen‘ zusammengefassten Verwertungsgesellschaften (VG Wort, VG Musikedition, VG Bild-Kunst) und dem VdS Bildungsmedien e.V. im Dezember 2010 einen Gesamtvertrag abgeschlossen. Dieser regelt die ‚Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 des Urheberrechtsgesetzes‘, also das Fotokopieren in Schulen, und umfasst auch die Plagiats-Software“, heißt es auf der Homepage der VdS Bildungsmedien. Dort beantwortet der Verband weitere wichtige Fragen.
Eingesetzt werden soll die Software bereits im Frühjahr 2012, hieß es gestern. Dabei handele es sich aber nicht um eine geheime Überprüfung, sondern sie werde ganz offiziell angekündigt, so der Verband. Während Spiegel-Online beispielsweise aus dem Vertrag zitiert „Die Länder verpflichten sich, bei Bekanntwerden von Verstößen gegen die in diesem Gesamtvertrag festgelegten Vorgaben für das Vervielfältigen von urheberrechtlich geschützten Werken gegen die betreffenden staatlichen Schulleiter und Lehrkräfte disziplinarische Maßnahmen einzuleiten“, heißt es auf der Homepage der VdS Bildungsmedien lediglich, dass es allein die Sache der Schulträger sei, wie auf Plagiatsvorwürfe reagiert werde. Allerdings zitiert Spiegel Online Verbandsmitarbieter, dass eine Software noch gar nicht einsatzbereit sei und die Aufträge erst vergeben werden.