Die sich in allen Handelssparten niederschlagende Wirtschaftskrise hat verspätet auch die österreichische Buchbranche erreicht: Verbuchte der Buchhandel (Absatzwege Sortimentsbuchhandel und E-Commerce) im vergangenen Jahr von Januar bis Oktober noch ein Umsatzplus von 3,4 Prozent, so musste er im gleichen Zeitraum 2011 ein Umsatzminus von 4,8 Prozent hinnehmen.
Dies zeigt die monatliche Umsatzerhebung von media control GfK International im Auftrag des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB).
„Im letzten Jahr war der österreichische Buchhandel im deutschsprachigen Vergleich ‚Vorzugschüler’ und konnte ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis verzeichnen. Grund dafür waren die Super-Bestseller im Sachbuchbereich wie die Biografie von Natascha Kampusch oder das vieldiskutierte Buch von Thilo Sarrazin. Es gibt aber auch in diesem Jahr einige soeben erschienene Bücher, die das Potenzial haben, die Ergebnisse im Jahresendspurt zu verbessern“, ist HVB-Geschäftsführerin Inge Kralupper überzeugt.
Die Zahlen im Detail veranschaulichen diese Entwicklung: Ein hohes Minus mit 8,7 Prozent ist in der Warengruppe Sachbuch zu verbuchen (2010: +10,2 Prozent). Im Bereich Hard- und Softcover Belletristik wurden 2011 bei einem Minus von 4,7 Prozent (2010: +4,3 Prozent) die Umsätze von 2009 erreicht. (Vergleichszeitraum jeweils Januar bis Oktober)
„Mit der BUCH WIEN wollen wir einen Impuls für das Weihnachtsgeschäft geben, indem wir Bücher ins Gespräch bringen und Lust aufs Lesen machen. Das Buch ist nach wie vor ein schönes und gleichzeitig günstiges Geschenk“, so Kralupper optimistisch. „Vergleicht man den allgemeinen Verbraucherpreisindex mit der Preisentwicklung bei Büchern, so kann man sogar davon ausgehen, dass die Preise für Lesestoff trotz hoher Inflation konstant bleiben.“