Das meldet eben der BranchenMonitor Buch des Börsenvereins: Die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser gingen im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,9 Prozent zurück. Ein Grund dafür: Der Oktober 2011 hatte 1,5 Verkaufstage weniger (der Reformationstag ist nur in fünf Bundesländern ein Feiertag) als 2010. Seit Juni (plus 1 Prozent) hat damit kein Monat mehr mit einem positiven Ergebnis aufwarten können (Juli: minus 0,4 Prozent, August: minus 2,4 Prozent, September: minus 7 Prozent).
Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Sortimentsbuchhandel, der mit minus 5,6 Prozent ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat hinnehmen musste. Auch hier zeigt sich zum vierten Mal in Folge ein Minus (Juli: minus 1,2 Prozent, August: minus 3,1 Prozent, September: minus 7,2 Prozent).
Das Minus bei der kumulierten Umsatzentwicklung über alle drei Absatzwege hinweg nimmt weiter zu und liegt nun im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Oktober) bei 2,3 Prozent (bis September noch minus 2 Prozent). Zuvor hatte sich dieses Minus seit der Spitze im März (minus 4,6 Prozent) bis zum Juli (minus 1,2 Prozent) von Monat zu Monat jeweils leicht verringert. Seit August (minus 1,4 Prozent) steigt es nun monatlich weiter an.
Auch hier verhält sich der Sortimentsbuchhandel ähnlich: Die kumulierte Umsatzentwicklung liegt im Oktober 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei minus 3,2 Prozent und setzt damit den Rückgang fort (bis August: minus 2,4 Prozent, bis September: minus 2,9 Prozent). Das Rechnungsgeschäft schloss mit einem Minus von 14,6 Prozent.
Bei den Editionsformen sank über alle drei Vertriebswege hinweg im Oktober 2011 im Vergleich zu 2010 vor allem die Nachfrage an Hörbüchern deutlich (minus 12,1 Prozent). Aber auch die Entwicklungen in den Bereichen Hardcover (minus 4 Prozent) und Taschenbuch (minus 2,6 Prozent) waren rückläufig.
Umsatzbringer ist die Belletristik. Diese Warengruppe konnte das Plus aus den vergangenen Monaten (August: 0,4 Prozent, September 1,5 Prozent) weiter ausbauen und legt gegenüber dem Vorjahresmonat 3,4 Prozent zu. Alle anderen Warengruppen weisen einen Rückgang auf. Am deutlichsten sticht hier die Warengruppe Sachbuch mit einem Minus von 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat hervor, wenn auch nicht so drastisch wie im September (minus 35,3 Prozent). Negativ für die aktuelle Umsatzentwicklung wirkt sich hier immer noch der Bestseller von Thilo Sarrazin aus dem Jahr 2010 aus. Deutlich vergrößert sich das Minus in der Gruppe Kinder- und Jugendbuch auf 6,5 Prozent (September: minus 1,9 Prozent). Alle übrigen Warengruppen verloren ebenfalls gegenüber Oktober 2010: Naturwissenschaften / Medizin / Informatik / Technik (minus 7,6 Prozent), Ratgeber (minus 6,3 Prozent), Geisteswissenschaften / Kunst / Musik (minus 4,4 Prozent), Sozialwissenschaften / Recht / Wirtschaft (minus 1,9 Prozent).