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Jürgen Neffe: „Die Buchbranche ist auf dem Holzweg“

Zuwachs bei den Verlagskunden

Es ging nicht nur um Erfolgsmeldungen über Zuwächse im Auslieferungsbusiness (siehe Chart) – es ging um Zukunftsfragen: „Warten auf die Revolution – das E-Book in Deutschland“ war das Thema der diesjährigen VVA-Verlagstagung, für die ihr Chef Stephan Schierke heute um die 100 seiner Auslieferungskunden beziehungsreich in die Gutenberg-Stadt Mainz eingeladen hatte,

Unter den Referenten Annabella Weisl von Google Books, die vorstellte, was Google mit seinem Programm Google Books in der englischsprachigen Welt schon alles kann, und Prof. Dr. Christoph Bläsi, der über seine Studie über das sich verändernde Leseverhalten berichtete (siehe unser Sonntagsgespräch vom letzten Wochenende – [mehr…]).

Noch nachdenklicher aber machte der „Weckruf“ von Dr. Jürgen Neffe [mehr…], der nicht nur sein Libroid-Konzept eines „buchähnlichen“ Leseproduktes vorstellte, das die neuen digitalen Möglichkeiten optimal nutzt (wir haben darüber mehrfach berichtet), sondern auch deutlich machte, dass die Verlagswelt für ihn unverständlich in Apathie vor den Entwicklungen um uns herum erstarrt sein.

Seine Forderung: „Die Verlage müssen sich neu erfinden, sie sind wirklich auf dem Holzweg“. Er ist erstaunt über die „Zukunftsblindheit der Buchbranche, der es nicht gelingt, ein gemeinsames Konzept zu finden“, nun wenigstens für den deutschen Sprachraum, der die Big Player bisher von unserem Markt abgehalten habe, eine gemeinsame Antwort zu finden. Neffe: „Ich stehe zur Verfügung, wenn Ihr meine Warnung detaillierter hören wollt, meine Adresse steht im Netz.“

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