
Seit Nikolaustag fragen wir bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet Jürgen Ernst, Leiter Kommunikation beim Frech Verlag, unseren „anderen Fragebogen.“
1
Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Beruflichwar das der 1. Januar: Das schöne Programm BusseSeewald ist zu uns gekommen. Dieses Programm war für mich die Benchmark zur Ergänzung unserer Zielgruppen – und jetzt damit zu arbeiten ist einfach schön.
Privat: ein Tag in den Bergen mit der Familie – alles war ganz weit weg!
2
Worüber haben Sie sich 2011 am meisten geärgert?
Über sämtliche Politiker, die Schaum produzieren, statt die Sache und das Wohl der Menschen im Fokus zu haben.
3
Was war 2011 Ihr schönster Erfolg?
Wir arbeiten schon lange daran, dem Handel die Wertigkeit und Präsenz der Kreativthemen zu vermitteln und dass dies inzwischen ein Grundbedürfnis der Menschen ist. Wir hatten immer wieder den Eindruck dass die Chancen im Handel nicht wahrgenommen wurden. Dafür haben wir eine schöne Broschüre mit dem Titel „Phänomen doppeltes Glück“ herausgebracht, die sicher vielen Händlern die Augen geöffnet hat. Die Verkaufszahlen geben uns Recht – und den Händlern, die davon überzeugt sind.
Privat: ich wollte dieses Jahr bei einem Holzbildhauerkurs mal wieder meine kreative Ader austesten und bin mit einem netten Glücksschwein zurückgekommen
4
Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Ein dämlicher Schreibfehler auf dem Umschlag einer Vorschau!
5
Ihre schönste Buchhandlung in diesem Jahr?
Buchhandlung Röhm, Sindelfingen – verbunden mit vielen persönlichen Gesprächen …
6
Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Krise! Hilft niemandem, außer Autoren, die über die Krise schreiben und bindet ungeheuer viel Energie
7
Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
… über Chancen und Menschen, die sie genutzt haben. Auch in unserer Branche!
8
Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie im kommenden Jahr vermeiden?
Privat: Meine Tochter meist nur am Wochenende ins Bett bringen zu können.
9
Und welchen Fehler werden Sie wiederholen?
Den Kaffeekonsum.
10
Welches Buch hat Ihnen in diesem Jahr besonders viel Freude gemacht?
„Tolle Taschen selbst genäht“ – auch Kreativratgeber lassen sich in sechs Monaten 50.000-mal verkaufen!
Privat: Terry Pratchett „Total verhext“: Ich habe selten so viel schmunzeln und lachen müssen, wie bei dieser Lektüre.
11
Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?
„999 kreative Lieblingsideen zum Selbermachen“ – das ideenreichste Kreativbuch aller Zeiten. Ansonsten entwickelt sich das Programm so attraktiv, dass es reichlich Verfolger auf Platz 1 gibt.
12
Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Dr. Stephanie Mair-Huydts.
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Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Glauben Sie an das gedruckte Buch?
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Hier können Sie die auch beantworten:
Ja. Ein Buch muss man in den Händen halten, wiegen, haptisch erfahren, rascheln hören, Lesebändchen einlegen … und auf den Tisch hauen können. Machen Sie das mal mit einem e-Reader!
Morgen fragen wir Wolfgang Balk; gestern antwortete Annette Beetz [mehr…].







