
Im Februar-Heft blicken Arnd Roszinsky-Terjung (Buchconsult) und Dr. Andreas Meyer (Verlagsconsult) für BuchMarkt auf die aktuelle, zwischen Krise und Zukunftseuphorie schwankende Branchendiskussion.
Zu dem Artikel „Ende der Märchenstunde“ gehören auch sechs Randbemerkungen, in denen die Autoren jeweils auf einen speziellen Aspekt gesondert eingehen und diesen kommentieren. Die vierte dieser Randbemerkungen veröffentlichen wir heute an dieser Stelle, die anderen folgen in den nächsten Tagen.
Es geht nur noch light? –
Wie funktioniert Internet? An jeder Ecke wartet eine kleine Überraschung oder Ablenkung
– idealerweise als kurzes Video mit einem veritablen Gag, nicht länger als ein Werbespot.
Geht deshalb nur noch Einfaches und Leichtes? Der Blick in benachbarte Märkte zeigt
Erstaunliches: Die Öffentlich-Rechtlichen haben z.B. in Bayern mit ihren programm- und
zielgruppenoptimierten Radioprogrammen so zugelegt, dass sie die Privaten überholten.
Die immer wieder tot gesagten Wortsender haben dank Digitalradio deutlich an Reichweite
gewonnen. Ein ähnliches Bild im gehobenen Printmarkt: ZEIT, GEO oder LandLust zeigen als starke Marken eine starke Performance. Die Frage „Was machen unsere Zielgruppen im Medienmarkt sonst noch?“ führt mitten hinein in ein tieferes Verständnis von Zielgruppen-Bedürfnissen.