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Handelsblatt: 5200 Wissenschaftler unterzeichnen Boykott-Aufruf gegen Elsevier

Die Kritik gegen Elsevier schwelt schon seit Jahren, nun machen 5200 Wissenschaftler offenbar ernst. Weil der Fachverlag Elsevier angeblich Wissenschaftler und Bibliotheken ausbeutet, haben Forscher zum Boykott aufgerufen, berichtet heute morgen das Handelsblatt.

Das Blatt schränkt aber gleich ein: „Ob das ein Umdenken bei den hohen Abogebühren bewirkt, ist jedoch zweifelhaft.“ Unterschrieben haben unter anderem Ingrid Daubechies, die Präsidentin der International Mathematical Union, die als Chefherausgeberin einer Elsevier-Zeitschrift zurücktrat. Für das Mutterhaus Reed Elsevier wird bereits von Kurseinbrüchen berichtet.

Laut Handelsblatt weist Elsevier die Kritik zurück. Die Internet-Petition stelle viele Fakten falsch dar. So seien die Kosten für den Onlinezugriff pro Artikel so niedrig wie noch nie zuvor. Gerade die hohen Gebühren bei den großen Verlagen wie Springer und Elsevier, die von Equity-Firmen und Investoren als Aktiengesellschaften betrieben werden, gehören zum Treibstoff in der Diskussion rund um Open Access. Weil den Wissenschaftsgemeinden die Abogebühren zu teuer werden, denken sie über kostengünstigere elektronische Lösungen nach.

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