
Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung: Der Verlag, nach dem wir heute fragen, erzielt einen Umsatz von über 80 Millionen Euro vornehmlich mit Fach- und Special-Interest-Zeitschriften, bietet aber auch ein Buchprogramm von hoher Qualität an.
Im Boulevard-Buchhandel ist er endgültig angekommen, seit er seine Zeitschriftenpalette im Jahre 2005 um eine grafisch und bildtechnisch hervorragend gestaltete Lifestyle-Publikumszeitschrift aus dem Segment der Wohn-, Garten- und Kochmagazine erweiterte,
die inzwischen zu den 20 auflagenstärksten Kaufzeitschriften Deutschlands zählt und für ihre Gattung, aber auch für Buchangebote auf diesem Sektor stilprägend wurde.
Sie erscheint alle zwei Monate und hat eine verbreitete Auflage von über 900.000 Exemplaren. Sie richtet sich an eine „naturverbundene, wertkonservative Leserschaft“, wie eine Kennerin der Szene notierte. Andere Verlage sprangen auf den fahrenden Zug auf und starteten seit 2008 nicht weniger als sechs direkte und vier indirekte Nachahmerzeitschriften, von denen jedoch bisher keine einen vergleichbaren Erfolg erzielen konnte.
Schon 1972 war dem Verlag ein Überraschungserfolg gelungen, als er auf dem Markt der traditionell eher eintönig aufgemachten Fachorgane ein quicklebendiges Magazin startete, das mit über 110.000 verkauften Exemplaren heute die größte Fachzeitschrift auf ihrem Gebiet ist.
Gesellschafter des Verlages sind drei regionale Verbände, die allesamt ihren Sitz am Verlagsstandort haben. Begonnen hat die Verlagsgeschichte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg originellerweise in einer alten Schnapsbrennerei in einem Ort, der durch einen nach ihm benannten Hochprozentigen sozusagen in aller Munde ist. Das neue Unternehmen führte zunächst ein bereits seit 1844 erscheinendes regionales Fachblatt fort, das auch heute noch in über 60.000 Exemplaren erscheint. Schon ein Jahr nach der Gründung erschienen die ersten Bücher, und im Jahr darauf siedelte der Verlag in das Oberzentrum der Landschaft über, in der es seinen Gründungssitz hatte.
Dieses Oberzentrum ist bekannt als eine der großen Universitätsstädte der Bundesrepublik und katholischer Bischofssitz. Der Verlag setzt seinem Firmennamen stets den dieser Stadt hinzu, um sich von Konkurrenten mit ähnlichem Firmennamen deutlich zu unterscheiden.
Das Gesicht des Buchverlages wird weitgehend von einer in den Niederlanden und USA lebenden Künstlerin bestimmt, die weltweit als eine der bekanntesten in ihrem speziellen Genre gilt. Von ihr gibt es Geschenkbücher, Kalender und Nonbooks. Ihre Illustrationen zeichnen sich durch eine einzigartige Detailtreue aus und sind von eigenen Texten der Künstlerin begleitet. Der Verlag liefert ihre Werke an den Buchhandel auch als Themenpakete in verschiedenen Größen.
Überhaupt zeigt sich der Verlag als Meister in der Mehrfachverwertung. Wo gibt es das schon, dass sämtliche Titel einer Fotobandreihe parallel als hochwertige Blechschilder lieferbar sind und als Wohnungsdekor verkauft werden?
Das Programm wird ergänzt durch Praxis- und Hobbybücher vornehmlich für Frauen. Zudem hat der Verlag im stark besetzten Kochbuchmarkt mit einer Ringbuchreihe von Hausrezepten erfolgreich einen Nischenplatz besetzt. Erlebnisberichte aus seiner Zielgruppe und Jugendbücher aus dem Themenbereich des Verlages runden das Programm ab.
Heinold fragt: Wie heißt der Verlag und wo ist sein Sitz?
Senden Sie die Lösung an heinold@buchmarkt.de. Einsendeschluss ist der 19. März 2012. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar „Bücher und Buchhändler“ (Bramann) von Wolfgang E. Heinold.