Die Firma Softlevel hat in der Nachfolge des AKS-Webprojektes das Webseitenkonzept Buchhandelsweb.de entwickelt [mehr…]. Das war Anlass für Fragen an Firmenchef Alexander Walther (Foto) über die Stärken seines Konzeptes, das auf der Leipziger Messe vorgestellt werden und danach freigeschaltet werden soll.
Alexander Walther war nach einem Informatikstudium ab 1990 als Programmierer bei der C-Gruppe in Baden-Württemberg tätig. Seit 1992 arbeitet er im Familienunternehmen BÜCHER-WALTHER mit mehreren Buchhandlungen im sächsischen Erzgebirge, seit 1997 als Geschäftsführer und seit 2008 als Inhaber. Seit 2001 ist er geschäftsführender Gesellschafter der SoftLevel GmbH, die seit 2005 die BONUS Warenwirtschaft für Buchhandlungen entwickelt und gemeinsam mit Umbreit vertreibt. ]
Herr Walter, Sie sind in das Projekt eingestiegen, damit nicht jeder in unserer Branche ein eigenes System entwickelt?

© Andreas Tannert
Der Hauptgrund war, das wissen wir alle, wie wichtig heute ein vernünftiger Internetauftritt ist. Und letztendlich ist die LG-Buch aus dem AkS hervorgegangen. Da bot sich eine Zusammenarbeit einfach an.
Wann sind Sie in das Projekt eingestiegen?
Das war im vorigen Jahr, als ich für die LG-Buch ein Angebot für eine Homepage mit eigenem Shop suchte. Damals war das AkS Projekt gerade an die Agentur undpaul aus Hannover übertragen worden. Da haben wir uns entschlossen, das AkS Webprojekt zu unterstützen und auch für LG-Buch Mitglieder zu nutzen.Im Oktober 2011 gab es Gespräche mit der Agentur undpaul das Projekt abzugeben und ich schlug vor, es zu übernehmen und bei Softlevel etwas Neues zu entwickeln. Heute wird (auch in unserer Branche) viel zu oft von neuen IT Projekten gesprochen – und häufig werden die gemachten Versprechungen nicht eingehalten.
Aber Sie halten jetzt das Versprechen?
Ja, Buchhandelsweb.de ist jetzt eine fertige, moderne und leistungsstarke Anwendung. Nach der Buchmesse werden wir die ersten Pilotkunden freischalten. Meine Frau freut sich schon, schließlich brauche ich das System auch in meinen Buchhandlungen.
Was ist die Stärke der Anwendung?
Ich denke das ist vor allem die Praxistauglichkeit. Wir kennen die Anforderungen unserer Branche recht gut, immerhin arbeiten seit über sechs Jahren Buchhändler mit unserer Bonus Warenwirtschaft und Bonus Start, mehr als 270 sind es wohl aktuell. Etwas Besonderes ist z.B., dass der Buchhändler eine extra Bibliographie hat um Titel auf der Website einzustellen. Oder das virtuelle Schaufenster: der Buchhändler scannt einfach seine Aktionstitel, bevor er sie ins Fenster oder auf den Aktionstisch legt, und die Titel werden im Hintergrund automatisch bibliographiert und sind sofort auf der Website sichtbar.
Und was ist noch neu?
Dass wir einen Webbaukasten mit einem eigenen Shop kombiniert haben. Das gibt es nur selten und dafür ist dann der Shop vollkommen integriert. Der Besucher liest eine Rezension zu einem Titel, klickt darauf und kann den Titel bestellen. Ob der Buchhändler dann vom Lager liefert, beim Verlag bestellt oder beim Barsortiment, entscheidet er selbst.
Kann man eigene Titel einstellen?
Ja, das stand auf unserer Agenda ganz oben! Unser System soll den Buchhändler in seiner regionalen Ausrichtung unterstützen, soll seine Buchhandlung ergänzen, 24 Stunden an siebenTagen die Woche. Buchhandelsweb.de ist nicht primär dazu gedacht, dass ein Kunde aus Hamburg beim Buchhändler aus München bestellt (obwohl wir auch diesen Fall gut abbilden).
Und warum haben Sie UmbreitKatalog als Grundlage genommen?
Ja, der ist in allen Varianten bereits integriert. Auch wenn es kein Umbreit-System ist, war uns das ganz wichtig: wir zeigen damit, was die Umbreit Bibliographie alles leisten kann, das wird häufig unterschätzt. Und dass wir mit Umbreit schon so lange gut zusammenarbeiten ist natürlich auch ein Grund.
Und Umbreit stört nicht, dass das eineKonkurrenz zum bisherigen UmbreitWebshop ist?
Eine Konkurrenz sehe ich nicht. Unser System ist umfangreicher, leistungsfähiger, sehr modern und vielleicht einfach besser für Buchhandlungen geeignet, die „mehr“ brauchen. Vielleicht so etwas wie der „große Bruder“.
Wie gehts weiter?
Aktuell arbeiten wir an der libreka! Einbindung, dann werden wir den mobilen Bereich noch ausbauen, vielleicht gibt es auch mal eine Shopvariante für E-Book Reader, natürlich die Anbindung an Bonus für unsere Warenwirtschaftskunden und vieles mehr.. Ich hoffe seht, dass wir viele Buchhändler für buchhandelsweb.de gewinnen können, denn die inhabergeführten Buchhandlungen müssen sich im Wettbewerb neu aufstellen. Das haben wohl viele in unserer Branche erkannt – und buchhandelsweb.de ist dafür ein wichtiger Baustein.
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