„Ein schwarzer Tag“ für die Buchpreisbindung: Erste Meldungen aus der Schweiz heute: Die Abstimmung über die Buchpreisbindung dort ist mit 58:42 von der Schweizer Bevölkerung abgelehnt worden. Eine der Folgen wird sein, dass Discounter versuchen werden, mit dann preisungebundenen Bestsellern auf Kundenfang zu gehen, wie es etwa der engl. Discounter Tesco vorgemacht hat.
Dass sich bei der eidgenössischen Abstimmung über die Buchpreisbindung ein Nein abzeichnet, meldet die NZZ. In der Romandie allerdings könnte die Vorlage jedoch eine Mehrheit finden, wie der Politologen Claude Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.bern im Schweizer Fernsehen sagte.
Dafür aber haben die Deutschschweiz und das Tessin wohl mehrheitlich mit Nein gestimmt; nach derzeitigen SRG-Hochrechnung wird die Vorlage mit 58 Prozent abgelehnt.
Marianne Sax, Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands (SBVV) sagte im Schweizer Fernsehen, sie nehme dieses Resultat mit Bedauern zur Kenntnis. Offenbar seien die Befürworter der Buchpreisbindung von vielen Linken und Künstlern im Stich gelassen worden. Dass die Romandie, wo die Buchpreisbindung schon viel länger als in der Deutschschweiz nicht mehr existiert, der Vorlage eher zustimmte, führte Sax laut NZZ darauf zurück, dass die Menschen dort bereits vermehrt habe erfahren müssen, was es heiße, wenn nur noch Discounter-Bücher verkauft würden.
Ein Blitzinterview mit SBVV-Geschäftsführer Dani Landolf zur Situation hier: [mehr…]