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Stellungnahme der Preisbindungstreuhänder zum Ausgang des gestrigen Referendums in der Schweiz

Gestern war die „Stunde der Wahrheit“ in der Schweiz: 56,1% der Schweizer sprach sich in einem Referendum gegen feste Preise aus [mehr…].

buchmarkt.de bat die Preisbindungstreuhänder um eine kurze Stellungnahme, was das für die deutschsprachige Buchbranche insgesamt bedeute. Dazu Prof. Dr. Christian Russ:

Es ist sehr zu bedauern, dass die Schweiz einen anderen Weg geht als Deutschland und Österreich. Die Abstimmung hat aber auch gezeigt, dass sich erklärungsbedürftige Themen wie die Buchpreisbindung nur bedingt für Plebiszite eignen: Gegen Parolen wie „Nein zu überteuerten Büchern“ kommt man mit differenzierten Argumenten leider nur schwer an.

Für die Schweiz ändert sich nichts, da dort ja schon seit einigen Jahren keine Preisbindung mehr besteht. Für die Buchbranche in Deutschland sollte die Schweizer Entscheidung Anlass sein, sich geschlossen hinter die Preisbindung zu stellen. Und dies nicht nur in der Theorie, sondern in der täglich gelebten Praxis. Das heißt: Verzicht auf Mängelungen und Gutscheinaktionen. Stattdessen ist das Augenmerk auf die Umsetzung einer ausgewogenen Rabattpolitik zu richten.

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