
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Unmut über das Einreiseverbot für Grass [mehr…] – nun sehen sich sogar Grass-Kritiker bemüßigt, ihn zu verteidigen. Der „Grimm des GG“ – ein Tagebuch (mit diesem schön hintersinnigen Titel) hat Christian Thomas über seine „Feiertage als Passionsgeschicht mit Günter Grass“ aufgeschrieben. Die Ostermarschteilnehmer waren sowieso für Grass.
Nachruf auf Heinz Kahlau, der mit 81 Jahren gestorben ist.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Auch hier: Reaktionen auf Grass und „Was nicht hätte geschrieben werden müssen“.
„Kurzer Prozeß mit einem Doppelmörder“: Andrea Maria Schenkel Finsterau (HoCa).
Als Erzähler ein Solitär: Ernst Augustin Robinsons blaues Haus (C.H. Beck).
Neue Sachbücher
Thor Hanson Feathers (Basic Books).
Annotationen
Choi Seung-Ho Autobiographie aus Eis (Wallstein)
Le Minh Khue Kleine Tragödien (mdv)
Personalien der Woche
Klaus Harpprecht feiert morgen seinen 85, Richard Wagner wird heute 60.
Die Welt
Wolf Lepenies über die 4 Forderungen an gute Journalisten von Albert Camus [mehr…] in einem erst kürzlich aufgefundenen Text.
Süddeutsche Zeitung
Christopher Thomas brilliert mit einem Bildband: Venedig. Die Unsichtbare (Prestel).
Warum die Chronik eines bretonischen Dorfes unter der deutschen Besatzung verboten wurde: Michel Treguer Avec le temps (editions-dialogues)
„Lakonie als Leistungssport“: Sven Hillenkamp Fußabdrücke eines Fliegenden (Klett-Cotta).
Annotationen
Christian Saehrendt Blamage! Geschichte der Peinlichkeit (Bloomsbury Berlin).
Francoise Sagan Ich glaube, ich liebe niemanden mehr (Aufbau)
Das politische Buch
Corine Defrance, Ulrich Pfeil Ein Nachkriegsgeschichte in Europa 1945 bis 1963 (WBG).
Hans-Chistian Jasch Staatssekretär Wilhelm Stuckardt und die Judenpolitik (Oldenbourg).
FTD
Lyrik ist hier selten, und schon gar nicht auf der Titelseite. Die FTD hat über den Zankapfel der vergangenen Woche, das Grass-Gedicht, ein eigenes „Leitgedicht“ geschrieben, es endet:
„zudem ist zu hoffen,
daß der Verursacher und sein Gedicht
bald wieder vergessen sind.
Nur so ist allen zu helfen.“