35 Mitglieder des Arbeitskreises unabhängiger Sortimenter (AkS) waren am 27. und 28. April 2012 im Rahmen des zweitägigen „AkS- Special“ zu Gast beim Ravensburger Buchverlag. „Unser Ziel war es, den Austausch zu fördern und einen guten Einblick zu bekommen, wie der Buchhandel Spiele einbinden kann. Das haben wir erreicht“, resümierte Andrea Nunne, Sprecherin des Buchhändler-Zusammenschlusses im Börsenvereins nach den beiden Tagen.
„Mit einem Zuwachs von rund vier Prozent hat der mittelständische Buchhandel 2011 laut GfK als wichtigster Vertriebskanal seine Bedeutung für den Kinderbuchmarkt unterstrichen“, sagte Johannes Hauenstein, kaufmännischer Geschäftsführer des Ravensburger Buchverlags Otto Maier GmbH. Er gab detaillierte Einblicke in den Buch- und Spiel-warenmarkt sowie das veränderte Käuferverhalten. Neben den Eltern von Kindern im Alter von 0-6 Jahren gewinnen besonders Schenker ab 50 Jahren an Bedeutung. Für das Segment „Kleinkind“ und „Vorschule“ hat Ravensburger bereits zwei Produktmarken erfolgreich im Buch- und Spielwarenmarkt etabliert: tiptoi® und ministeps®. Redakteure von Ravensburger erläuterten den AkS-Mitgliedern die Besonderheiten der Konzepte und Entstehungs- und Qualitätsprüfprozesse und gaben Anregungen für die Kundenberatung.
Um Spiele ging es am zweiten Tag des AkS-Special. „Wir sehen das Po-tenzial für den klassischen Buchhandel in ausgewählten Segmenten der Spielware“, so Hauenstein. Klaus Pospiech, der das Spielesortiment für den Buchhandel verantwortet, empfahl den Buchhändlern ein ganzjähriges Angebot von Lernspielen, Puzzles, Beschäftigungsprodukten sowie Reise- und Mitbringspielen. Diese Produkte seien nicht dem Preiskampf ausgesetzt. Mit Pappbilderbüchern und Spielen der Reihe „Spielend Erstes Lernen“ ließen sich außerdem im Buchladen passende Themenwelten gestalten. „Es war spannend für den Buchhandel zu er-fahren, dass der Spielemarkt stark über die Backlist funktioniert – eine gute Anregung, sich auf dieses Thema zu besinnen“, kommentierte Nunne den zweiten Tag.
Gemeinsam diskutierten Ravensburger und AkS-Vertreter über die Preisgestaltung und probierten Spiele aus.
Zum Programm gehörten auch eine Führung durchs Museum Ravensburger und die Spiele- und Puzzleproduktion. Fasziniert waren die Teilnehmer besonders davon, wie Ravensburger Puzzles fertigt. Sie konnten alle Arbeitsschritte – von der Druckerei über die Schachtelfertigung und Lagerung im Hochregal bis zur Konfektionierung der Bestelleingänge – besichtigen.
Das AkS-Special ist eine Veranstaltungsreihe, die den Austausch zwischen unabhängigen Sortimentern und renommierten Verlagsunternehmen fördern soll. Sie hat in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden.