
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
So ist Robert von Heusingers Kurzzusammenfassung von Thilo Sarrazins Buch Europa braucht den Euro nicht (DVA): „Wieder schürt Thilo Sarrazin Ressentiments, täuscht mit Argumenten und interpretiert Statistiken nach eigener Facon“. Mainstream also, kein Tabubruch.
Erst war er bei Herles auf dem Blauen Sofa (genauer: Herles war in seinem exotischen Haus), nun freut sich die FR über einen „großartig versponnenen, poetischen Roman“: Ernst Augustin Robinsons blaues Haus (C.H. Beck).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Fridtjof Küchemann hat die Thesenpapiere von SPD und Piraten in Sachen Urheberrecht verglichen – und findet verblüffende Übereinstimmungen. Nun ja.
Was die Männer so reiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind. Das könnt ich natürlich aus eigener Erfahrung beantworten. Aber Franzobel kann das viel schöner. In seinem neuen Buch bei Zsolnay).
Andreas Martin Widmann läßt am Jungsein zweifeln: Die Glücksparade heißt sein Roman bei Rowohlt).
Neue Sachbücher
Yvonne Hirdman Meine Mutter, die Gräfin (Insel): Ein Jahhundertleben zwischen Bohème und Kommunismus.
Die Welt
Henryk M. Broder kommentiert „Sarrazin und die Deutschen“. Auch er findet es bedenklich, daß ach so führende Politiker in diesem Land ihn am liebsten aus jeder Talkshow verbannen möchten und jeden anflegeln, der mit ihm diskutiert: Das riecht nach Zensur, Herrschaften! Vor allem, wenn es um ein Buch geht, das keiner dieser Besserwisser bisher gelesen hat: es ist ja noch gar nicht erschienen. Broder: „Im Gegensatz dazu leistet sich Sarrazin den Luxus eigener Gedanken. Möglich, daß er gelegentlich spinnt. Man kann ihn dafür kritisieren, ihm aber das Wort verbieten zu wollen, zeugt von einer totalitären Gesinnung seiner Kritiker…“
Süddeutsche Zeitung
Warum wir nicht als Lehrmeister für solide Haushaltspolitik taugen: Marc Hansmann Vor dem dritten Staatsbankrott? (Oldenbourg)
Ein Schlüsselort der aktuellen Arbeitswelt: eine internationale Großbaustelle. Maylis de Kerfangal Die Brücke von Coca (Suhrkamp).
„Die hohe Schule des Alterns“: Ilse Helbich Grenzland Zwischenland (Droschl).
Financial Times Deutschland
So schnell kann man sich ändern: Waterstones verkauft nun auch den Kindle von Amazon in seinen Läden. Über W-Lan-Verbindungen kann man sich in den Läden auch E-Books herunterladen. Noch im Dezember hatte Watersones-Chef James Daunt Amazon als „skrupellosen, geldscheffelnden Teufel“ bezeichnet. Erst vor kurzem hatte sich Barnes & Noble mit Microsoft zusammengetan.