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Berlin: Großer Andrang bei der Eröffnung der Buchhandlung ocelot

Gestern Mittag öffnete Frithjof Klepp (Foto) zum ersten Mal die Türen seiner Buchhandlung ocelot ganz in der Nähe des Rosenthaler Platzes in Berlin Mitte. Das 265 Quadratmeter große Geschäft befindet sich im Brunnenhof, einem Gewerbehof der Jahrhundertwende, der auch die Bezirkszentralbibliothek Philipp-Schaeffer beherbergt.

Wer gestern durch die Brunnenstraße lief, konnte den Laden nicht verfehlen. Auf dem Gehsteig wiesen aufgesprühte Pfeile den Weg zur Hausnummer 181. „ocelot, not just another bookstore“ steht unübersehbar über dem Eingang.

Inhaber Frithjof Klepp ist in der Branche kein Unbekannter. Nach Abitur und Buchhändlerlehre arbeitete er an verschiedenen Stationen, unter anderem bei der Internetbuchhandlung Kohlibri. Zuletzt leitete er die Zweitausendeins Filliale in der Friedrichstraße. Zudem betrieb er von 2006 bis 2010 das E-Book-Portal ocelot bücher digital.

Frithjof Klepp will mit ocelot gedruckte Bücher und die digitale Welt der E-Books verknüpfen. Zum Konzept gehört auch ein hauseigenes Café, in dem die Kunden mit Blick auf den gegenüberliegenden Weinbergspark Süßes und Pikantes genießen können. Die großzügige Inneneinrichtung entwarf die Berliner Interior Designerin Martina Zeyen (www.martinazeyen.de), die sich auf Retail und Showrooms spezialisiert hat. Die Wände der Buchhandlung sind mit dunklem Holz verkleidet, in das helle Regale eingelassen sind. Akzente setzte die Designerin mit Sitzgelegenheiten und Tischen aus hellem Holz.

Neben Freunden, neugierigen Nachbarn und Passanten ließen sich auch zahlreiche Vertreter der Branche die große Eröffnung nicht entgehen. Auch wenn noch nicht alles ganz fertig geworden war, hier und da noch die Regalbeschriftung fehlte, änderte das nichts an der freundlichen Atmosphäre. Am Abend standen Lesungen von Bernd Cailloux und Rafael Horzon auf dem Programm. Nach 22 Uhr sollte eine Party mit ocelot Beatz und DJ Geroe das Event krönen.

Schon bald wird es wieder einen Grund zum Feiern geben. Dann wird erstens der ocelot-Webshop online gehen. Zweitens wird Klepp im Laden ein ganzes Spektrum an Readern, iPads und Tablets zum Anfassen präsentieren und auch in der Buchhandlung E-Books zum Kauf anbieten. Außerdem will er dem Hörbuch einen attraktiven Rahmen bieten. Geplant ist eine Hördusche. „Die Idee stammt aus der Museumstechnik und bietet eine elegante Lösung, um Audio-Inhalte kontaktlos aber zielgenau an den Kunden zu bringen“, erklärt Klepp. Man darf also gespannt sein auf das neue Konzept.

Auch das Corporate Design der Buchhandlung fällt aus dem Rahmen. Die Designerin Sandra Kimmel aus Leinfelden (www.kimmel-design.de) hat die Werbemittel gestaltet. Vom Bleistift bis zur Papiertüte. Für die kleinen Kunden gab es zur Eröffnung Ozelot-Masken zum Ausschneiden, die Großen konnten sich als Give-away ein Insel-Blankobuch in einem Ocelot-Umschlag mitnehmen. Der Titel: Hier entsteht die nächste Geschichte. Begehrt waren auch die Aufkleber „Huch ein Buch. Die Zukunft des Lesens ab sofort bei ocelot“ oder „Digital, Printregal, Scheißegal. Lesen bleibt Lesen. Ansonsten ist alles anders“.

Klepp stemmt das Geschäft mit zwei Vollzeit-Buchhändlerinnen und zwei weiteren Buchhändlerinnen auf 400 Euro-Basis. Außerdem beschäftigt er eine Barista und vier Teilzeitkräfte fürs Café. Neben den üblichen Serviceleistungen will er zudem Lesungen, Diskussionen und Musikveranstaltungen anbieten. Nicht nur dabei dürfte sich die Nähe zur beliebten Philipp-Schaeffer-Bibliothek als nützlich erweisen. Ab morgen ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Buchhandlung im Internet: www.ocelot.de.

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