
Uli Hörnemann, zuletzt Vertriebschef des Berlin Verlags und von Bloomsbury Deutschland, ist im Alter von nur 51 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Der gebürtige Essener war einer der angesehensten und beliebtesten Vertriebsleute der Buchbranche. Wie uns seine Frau mitteilt, ist er gestern Abend gegen 18.30 Uhr friedlich eingeschlafen.
Noch vor wenigen Wochen hat er hier im Sonntagsgespräch seine Gedanken zu Zukunft und Chancen des mittelständischen Buchhandels vertreten. Jetzt ist das zum Vermächtnis des leidenschaftlichen Buchmannes geworden – ich bin sicher, er hat das gewusst. Er wünschte sich, dass gerade seine letzten Sätze daraus von den Vertriebsleuten der Buchbranche gelesen werden, denn er erhoffte sich noch „viel mehr Kooperation zwischen Buchhandel und Verlag.“
Ich will es immer noch nicht glauben, dass er den Kampf gegen die Krankheit verloren hat, auch wenn ich im Gespräch gespürt habe, wieviel Kraft ihn jeder Satz gekostet hat, und er kein Hehl daraus gemacht hat, wie schnell und tückisch sein Krankheitsverlauf war. Sowohl Elisabeth Ruge wie auch Philip Roeder berichten beide, „wie tapfer er war“, immer „auch getragen von seinem unerschütterlichen Optimismus und Tatendrang.“
Ich trauere mit seiner Frau und seinen drei Söhnen um einen großartigen Menschen, der viel zu früh gestorben ist und mit dem ich viel zu wenig und so gern noch so viel mehr so leidenschaftlich über die richtige Art, Bücher zu verkaufen, geredet hätte, wie gerade jetzt vor dem Sonntagsgespräch [mehr…]. Und ich vermisse jetzt schon sein aufmunterndes „Hallo Christian“ am Handy, auch wenn es zuletzt sehr leise war.
C.v.Z.
Die Trauerfeier findet statt am 13. September 2012,
um 13:00 Uhr auf dem Friedhof Pankow III,
Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin







