Anlässlich der laufenden Tendence-Messe hat die Messe Frankfurt die Studie „Hauptsache individuell – Eine Studie zum Einrichten und Dekorieren in Deutschland“ veröffentlicht, die von der Marktforschung Eva Altenburg erstellt wurde. Das Ergebnis: „Die individuelle Einrichtung spielt für 20- bis 30-Jährige (weiter) eine wichtige Rolle.“
Das muss auch den Buchhandel für das Nonbook Geschäft interessieren: „Das Einrichten ist auch Suche nach der eigenen Identität. Die 20- bis 30-Jährigen bringen damit den Wunsch nach Selbstverwirklichung und Individualität zum Ausdruck“, wie Stephan Kurzawski, Mitglied der Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition GmbH. sagt: „Wohnaccessoires und Dekoartikel sind beliebt, da sie ohne großen Aufwand Veränderungen ermöglichen“.
Dabei verfolgen die Befragten einen pragmatischen Ansatz: Bei Wohnaccessoires und Haushaltswaren steht der Nutzen im Vordergrund. Zwar kauft diese für den Handel wichtige Zielgruppe aufgrund knapper Budgets auch Massenprodukte, sie entwickelt daraus jedoch einen eigenen Stil. Bei größeren Anschaffungen wird verstärkt auf die Bekanntheit der Marke geachtet. Ideen zur Einrichtung und Dekoration finden die 20- bis 30-Jährigen durch das Betrachten von Auslagen in Schaufenstern und Möbelhäusern sowie im Internet und in verschiedenen TV-Formaten.
Für beide Gruppen der Befragten ist die eigene Wohnung in erster Linie Rückzugsort und Ruhepol: ein geschützter Raum, an dem man so sein kann, wie man ist und an dem man sich von der Hektik des Alltags erholen kann. Besonders stark tritt dieser Wunsch bei den 20- bis 30-Jährigen hervor. Für sie stellen die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten sowie der hohe Druck von außen häufig eine Belastung dar. Abseits vom stressigen Alltag sehnen sie sich daher nach einem Ort der Entschleunigung.
Die 50- bis 60-Jährigen setzen beim Kauf von Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen stärker auf qualitativ hochwertige Produkte. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist für sie wichtig. Darin spiegeln sich auch die Bedürfnisse nach innerlicher Zufriedenheit und Ausgeglichenheit und der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen.
Bei beiden Gruppen bleibe „der Handel die Einkaufsquelle Nummer eins“. Dort werden Wohnaccessoires und Dekoartikel nach wie vor in erster Linie gekauft. Zu wichtig sind der optische Eindruck vor Ort und die Haptik. Dabei sind vor allem bei Kleinteilen auch spontane Mitnahmekäufe beliebt. Durch eine attraktive Schaufenstergestaltung oder ansprechende Auslagen lässt sich die Mehrheit der Befragten inspirieren und zum Kauf motivieren. Dabei spielt auch die Individualität in der Ansprache eine wichtige Rolle, da insbesondere die jüngeren Befragten stark auf Individualität und ihren persönlichen Stil achten.