Geht es nach dem amerikanische Avantgarde-Poeten Kenneth Goldsmith besteht neue Literatur vor allem aus „forwarden, posten und twittern“, berichtet der Freitag. Professor Stephan Porombka nimmt das zum Anlass über neue Formen der Entstehung von Literatur nachzudenken.
Der Professor für Kulturjournalismus und Medienwissenschaft sieht vor allem eine „Druck- und Begeisterungswelle, die selbst etablierte Akteure des Buchmarkts nicht unberührt lässt.“ Mit Blick auf Goldsmith schreibt er: „Seit die eBooks bis auf die Spitzenplätze der Bestsellerlisten vorstoßen, erscheint das Netz immer deutlicher als Plattform neuer Möglichkeiten. Jetzt können die Autoren schneller publizieren und direkter mit Lesern kommunizieren. Jetzt können sie neue Formen des Marketings erfinden und über ein Erzählen nachdenken, das nicht auf ein Buch beschränkt bleibt.“ Und er ist überzeugt: „Neue Literatur wird auch eine neue Geschwindigkeit haben, die durch den Rhythmus von Empfangen, Bearbeiten und Weiterversenden bestimmt ist.“







