Vertreter des Buchhandels aus 14 Ländern kündigten heute die Schaffung eines neuen globalen Standards an, um den Inhalt von Büchern nach Themen und Warengruppen neu zu kategorisieren und zu klassifizieren. Das zunächst „Thema“ genannte Projekt wurde erstmals auf der TOC-Konferenz (Tools of Change Supply Chain Conference) bekannt gegeben, die während der Frankfurter Buchmesse stattfindet.
Eine neue unabhängige Organisation, die „Thema“ verwalten soll, wird von einem multinationalen Aufsichtsgremium geleitet werden. Zu den Ländern, die aktuell an dem Projekt Thema teilnehmen, gehören: Australien, Österreich, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Pan Arab Group, Südafrika, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika.
„Thema“ wird die Arbeit fortsetzen, die bereits mit dem iBIC-Projekt begonnen hat, das von Großbritannien aus geleitet wird. Book Industry Communication (BIC) und Nielsen Book, die gemeinsamen Besitzer von iBIC, haben das geistige Eigentum von iBIC wohlwollend dem Thema-Vorstand überlassen, damit ein globaler Standard geschaffen werden kann.
„Wir wissen sehr zu schätzen, was BIC und Nielsen getan haben“, sagt Ronald Schild, Direktor im Board von Thema und Geschäftsführer der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH „und wir freuen uns darauf, diese Arbeit mit Thema zu erweitern und auszudehnen. Wir ermutigen alle nationalen Gruppen, sich zu beteiligen. Zweifellos wird Klarheit bei der Klassifizierung uns allen helfen, mehr Bücher zu verkaufen.“
Der neue Standard soll anfangs neben bereits bestehenden Standards wie BIC, BISAC, CLIL usw. zum Einsatz kommen. Das langfristige Ziel besteht darin, alle Märkte an den globalen Standard heranzuführen und somit dazu beizutragen, Verwirrung unter vor- sowie nachgelagerten Handelspartnern zu vermeiden.