
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Heute ist der einzige Tag im Jahr, an dem ein Autorenfoto JEDE Titelseite ziert: der Tag nach der Literatur-Nobelpreis-Verkündung. Nur die FAZ tanzt aus der Reihe.
Frankfurter Rundschau
Im Feuilleton ein Porträt Mo Yans, dessen Bildern soviel Freude nicht anzusehen ist. Dafür freut sich die KP Chinas und tut so, als habe der erste Chine der Welt den Nobelpreis erhalten: Das stimmt nur ein bißchen – denn die anderen chinesischen Nobelpreisträger haben sich vor Segnungen der kommunistischen Partei in die Sicherheit des Exils gebracht.
Sabine Vogel rezensiert Mo Yans Der Überdruß (Unionsverlag): Abseits aller Politik ist hier wohl ein großartiges Erzähler zu entdecken.
Literatur im Römer – und Herta Müller stellt ihre Wörtercollagen (Hanser) vor.
Neue Bücher über Nofretete (das schönste Wort zum Vertippen lernen…) – gibt’s bei Osburg und C.H. Beck).
Marianne Quoirin über das Kachelmann-Buch, das heute auf der Messe präsentiert wird (Heyne). Das nun schon von einer EV verfolgte Buch Recht und Gerechtigkeit läßt vor allem Ressentiments hochschlagen. Warten wir ab, was draus wird.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Reaktionen auf Mo Yan weltweit.
Läßt den Leser ratlos zurück: Roger Willemsen Momentum (S. Fischer).
Andrej Iwanow Hanumans Reise nach Lolland (Kunstmann)
Annotationen
Michio Kaku Die Physik der Zukunft (Rowohlt)
Jean-Paul Pancracio Guignard (Editions A. Pedone)
Die Welt
Mo Yan natürlich – und die Welt hat die Reaktionen an den „betroffenen“ Verlagsständen eingefangen. Und hat herausgefunden, daß Guido Westerwelle, nimmt man seine sofortigen Äußerungen zu Mo Yan, besser informiert ist als die meisten Literaturjournalisten.
Süddeutsche Zeitung
Eine Seite zu Mo Yan. Die Reaktionen weltweit sind gespalten: die einen sind überglücklich, die anderen meinen, man könne mit dem bedruckten Papier von Yan Büchern nur auf dem stillen Örtchen etwas anfangen. Geben wir zu: So genau wie Guido Westerwelle (siehe oben) kennen wir das Werk Mo Yans alle nicht – lesen wir doch erst mal. Ich weiß schon, welchen seiner Romane ich allein wegen des Titels ans Herz gelegt kriege: „Die Schnapsstadt“…
Ein Mahnmal für die Opfer des „Himmlischen Friedens“: Liao Yiwu Die Kugel und das Opium (S. Fischer) – der Autor erhält am Sonntag den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.
„Enzensbergers Kurz-Essays Enzensbergers Panoptium (Suhrkamp) seien platter, als sie scheinen wollen, mein t Burkhard Müller.
Handelsblatt
Ein Special zur Buchmesse: von Seite 50 bis 67 die 50 wichtigsten Wirtschaftsbücher aller Zeiten. Als Coverboy ist nicht Mo Yan zu sehen, sondern Karl Marx.