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Stiftung Lesen legt Studie über digitale Medien vor

„Digitale Angebote – neue Anreize für das Vorlesen?“ lautet der Titel einer repräsentativen Studie, die DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn heute Vormittag in Berlin vorstellten. Digitale Medien eröffnen neue Chancen für das Vorlesen, so das Ergebnis.

Die Studie untersuchte den Einfluss digitaler Medien wie Tablets, Smartphones und E-Reader auf das Vorleseverhalten in Familien. Befragt wurden dazu 500 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter von zwei bis acht Jahren. Bisher nutzte jede siebte dieser Familien Bilder- und Kinderbuch-Apps. Dabei werden elektronische Medien als Ergänzung nicht als Ersatz für gedruckte Bücher betrachtet. „Die Studie birgt überraschende Ergebnisse über die Akzeptanz und den Einsatz digitaler Lesemedien“, sagte Simone C. Ehmig (Foto), Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. „Dadurch bieten sich neue Chancen und Anknüpfungspunkte für die Leseförderung.“ Apps hätten das Potenzial, bildungsferne Schichten mit Vorleseangeboten zu erreichen, denn in dieser Gruppe sind Tablets mit 27 Prozent ebenso verbreitet wie in den befragten Familien mit hoher Bildung.

Auch Väter, die bisher deutlich seltener vorlesen als Mütter, können laut Vorlesestudie über die digitalen Angebote motiviert werden. Jeder fünfte Vater, der selten oder nie aus Büchern vorliest, ist für das Vorlesen mit Apps offen.

Die Vorlesestudie erscheint zum sechsten Mal im Vorfeld des Bundesweiten Vorlesetags, der in diesem Jahr am 16. November stattfindet.

Die Studie finden Sie im Internet: http://www.stiftunglesen.de/vorlesestudie-2012.

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