
„Flaggschiffe“ des Verlages sind „Die Yacht“ (Segelsport), „Gute Fahrt“ (für VW-Fahrer), „boote“ (Motorboot-Magazin), „surf“ (für Surfer), „bike“ (Europas größtes Montainbike-Magazin), „BASKET“ (Basketball-Magazin), und „Tour“ (Radmagazin). Damit sind auch die Themenfelder bezeichnet, die der Verlag besetzt.
Gründer des Verlages im Jahre 1911 waren Johannes Klasing, in zweiter Generation Verleger des Verlages Velhagen & Klasing, und dessen Schwiegersohn, der Jurist Konrad Delius. Die ersten Verlagsobjekte waren die „Allgemeine Automobilzeitung“, das offizielle Mitteilungsblatt des Kaiserlichen Automobilclubs, und „Motorboot“, Verbandsorgan des Motor-Yacht-Verbandes. Schon 1913 kam „Der Motorfahrer“ hinzu, Verbandsorgan des damals noch völlig unbedeutenden ADAC.
Die erste Buchveröffentlichung des Verlages kam 1914 heraus und kostete 90 Pfennige: Georg von Reichenbachs „Pannen und ihre Behebung auf der Tour“. Die ersten Segelbücher erschienen 1926, nachdem der Verlag 1923 das Magazin „Die Yacht“ übernommen hatte.
Eines der erfolgreichsten Bücher des Verlages ist bis heute „Die Seemannschaft“ (28 Auflagen seit 1929). 10.000 Exemplare dieses Titels überstanden in einer Lagerhalle im vogtländischen Mylau den Krieg und lieferten die Basis für den Wiederbeginn der Verlagsarbeit in Bielefeld, nachdem das Verlagshaus in Berlin während des Zweiten Weltkrieges den Bomben zum Opfer gefallen war.
Nach 1945 übernahmen die drei Söhne von Konrad Delius die Geschicke des Verlages: Konrad-Wilhelm die Gesamtleitung und den Buchverlag sowie die Repräsentation des Verlages in den Verbänden, Hans-Heinrich Delius das Anzeigengeschäft und Kurt Delius die Zeitschriften.
Konrad Delius, der Enkel des Mitgründers Konrad Delius, trat nach dem juristischen Staatsexamen und einer Lehre bei Hoffmann und Campe 1982 in den Verlag ein und übernahm 1989 die Leitung des Familienunternehmens.
Die Herbstvorschau 2012 verzeichnet auf der Titelseite Wassersport – Fahrrad – Auto – Sport – Motorrad als die Themenbereiche des Verlages. Einen besonderen Platz nimmt darin die „Edition Delius“ mit ihren exklusiven, hohen ausstatterischen Ansprüchen genügenden Bildbänden ein.