
In der Staatsbibliothek zu Berlin wurde gestern Abend die Ausstelllung “Rotkäppchen kommt aus Berlin!“ eröffnet. Die Veranstaltung war zugleich der Auftakt zu den 23. Berliner Märchentagen.
Die Ausstellung rückt die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in den Blickpunkt. Zwar lebten die Brüder Grimm damals in Kassel, aber die Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen veröffentlichte der Verleger Georg Andreas Reimer vor genau 200 Jahren, im Herbst 1812 in Berlin.
Zu sehen sind rund 100 der in Berlin erschienene Märchenbücher von der Erstausgabe bis zur Gegenwart, die mit Büchern wie Benjamin Lacombes Version von Schneewittchen (Jacoby & Stuart), Grimms Märchen, illustriert von Klaus Ensikat (Tulipan) und Sabine Wilharms Interpretation von Vom Fischer und seiner Frau (Aufbau) vertreten ist. Gezeigt werden außerdem Bände aus der Privatbibliothek von Jacob und Wilhelm Grimm, Exponate aus ihrem Besitz und Originalillustrationen von 30 Berliner Künstlern. Die Ausstellung erzählt auch von Theater- und Operninszenierungen der Märchen und von den Spuren der Märchen im Berliner Stadtbild.
Die Ausstellung, die noch bis zum 5. Januar zu sehen ist, wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm für kleine und große Besucher ergänzt. Das Interesse ist groß. Alle Schulveranstaltungen sind bereits ausgebucht.
Das runde Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen ist auch ein guter Anlass, die diesjährigen Berliner Märchentage des Vereins Märchenland unter das Motto „Rotkäppchen kommt aus Berlin“ zu stellen. 17 Tage lang stehen 1.200 Veranstaltungen an 350 Orten in Berlin und Brandenburg auf dem Programm.
Programm: www.maerchenland-ev.de.






