
Foto: Rolf Schulten
Die Berliner Gestalterin Juli Gudehus (Foto), bekannt durch ihr Lesikon der visuellen Kommunikation [mehr…], startet eine ungewöhnliche Bürger-Initiative. Der Ehrenpreis für Gestaltung möchte in den kommenden Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Ansehens von Gestaltern in Deutschland leisten.
An Design-Preisen herrscht kein Mangel. „Üblicherweise bejubelt und belohnt sich die Branche gegenseitig“, so Gudehus. Dieser Preis sei anders. „Der Ehrenpreis für Gestaltung ist ausdrücklich ein Gegenentwurf zu den landläufigen Preisen. Er ist außerdem viel mehr als eine bloße Auszeichnung. Das fängt schon einmal damit an, dass sich die Gestalter bei diesem ‚zivilen Preis’ dem größten, denkbaren Forum stellen müssen, nämlich dem der Nutzer ihrer Arbeiten“ erklärt Gudehus.
Jeder Bürger kann Gelungenes vorschlagen, alle können darüber diskutieren und durch ihre Bewertungen zur Auszeichnung der besten Arbeiten beitragen. Dieser Dialog von Gestaltern und Nutzern ist mindestens so wichtig wie die Auszeichnung selbst. Der Ehrenpreis versteht sich als Bürger-Initiative, die das Ansehen und die Qualität von Gestaltung fördern möchte.
Der Ehrenpreis für Gestaltung ist außerdem die erste Auszeichnung, die sämtliche gestalterischen Disziplinen umfasst. Bei diesem Preis geht es erstmalig nicht nur um Design, sondern ganz allgemein um Gestaltung, ein großes, spannendes und facettenreiches Feld des Kulturschaffens. Willkommen sind beim Ehrenpreis entsprechend nicht nur Mode-, Produkt- und Kommunikationsdesign, sondern auch Architektur, Bühnenbild, Illustration und vieles mehr.
Weitere Informationen hier: www.der-ehrenpreis.de