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Amazon spart 2 Mrd. durch Steuerschlupflöcher

Ohne Amazons Kreativität, die sich auch auf das Aufspüren von Steuerschlupflöchern erstreckt, gäbe es den Online-Versender vielleicht nicht mehr. Rund zwei Milliarden Euro habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren steuerfrei angespart.

Geholfen hätten grenzüberschreitend genutzte Steuermodelle – alle legal. Wie das System Amazon funktioniert, zeigen Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters in sechs Ländern:

„Die 1995 gegründete Firma hatte bis 2003 in jedem Jahr Verlust gemacht. Ende 1999 schwoll der Verlust allerdings auf mehr als eine Milliarde Dollar an, so dass selbst die eigenen Buchhalter Zweifel bekamen, ob man die Summe jemals würde steuermindernd einsetzen können – denn es war damals völlig unklar, wann in den USA die Gewinnschwelle erreicht werden könnte. Der Clou: Durch den Umbau der Europa-Töchter konnten die US-Verluste mit den Übersee-Gewinnen verrechnet werden. Im Ergebnis musste Amazon damit auf seine Auslandserträge zu Hause keine Steuern entrichten, sagt der US-Steuerrechtsexperte Stephen Shay von der Elite-Universität Harvard“, heißt es in dem Bericht.

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