
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Herodes, der erste Bösewicht Europas? Gab es da nicht noch ein paar vor ihm? Genau weiß das Ernst Baltrusch, der nämlich bei C.H. Beck die Biographie des „Königs im Heiligen Land“ vorgelegt hat.
Neuer Roman von Norman Manea: Die Höhle (Hanser). Die FR interviewt den Autor zu seinem Buch, stellt Fragen zum „Exil als Todesprobe“ und die Illusion einer reinen Sprache.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Interview mit Hans Barlach (nicht online) unter der Überschrift: „Gäbe ich auf, müsste ich Schmerzensgeld kriegen“. Durch seine Erfahrungen im operativen Geschäft der Hamburger Morgenpost und der TVtoday sowie der Betreuung des Nachlasses von Ernst Barlach sehe er sich durchaus in der Lage, Suhrkamp zu leiten. Gern würde er die „tolle Struktur“ des Verlags erhalten. Würde jede Seite der Streitparteien, so Barlach, „auf ihre Position“ zurückgehen (also Ulla Berkéwicz auf die Familienstiftung und Barlach auf die Medienholding), könnte man vielleicht Frieden schließen.
Thomas Manns Briefe III in der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe bei S. Fischer umfassen die Jahre 1924-1932 – sie bieten einen guten Ersatz für die fehlenden Tagebücher dieser Zeit, meint Wolfgang Schneider.
Erstmals auf Deutsch: Gedichte von Frédéric Wandelère unter dem Titel Hilfe fürs Unkraut (Hanser).
Neue Sachbücher
Ein Prachtband zu Gustav Klimt: Tobias G. Natter hat seine sämtlichen Gemälde bei Taschen herausgegeben.
Im Wirtschaftsteil
„Das andere Leben des Hartmut Ostrowski„: Im Bericht über den Ex-Bertelsmann-Manager wird nun deutlich, warum Ostrowski die Bertelsmann-Spitze verlassen hat. Er litt unter Erschöpfungszuständen und musste erst einmal abschalten. Dazu verbrachte er vier Wochen in der Südsee und hat jetzt vor, über seine Familienstiftung sein Vermögen und seine diversen Aufsichtsratsposten zu verwalten. Die investiert er unter anderem in junge Unternehmen.
Die Welt
Enzensberger hat gestern gedroht, Suhrkamp zu verlassen, wenn Barlach (s.o.) ans Ruder kommt. Auch andere Autoren so z.B. Peter Handke und Durs Grünbein haben U. Berkéwicz den Rücken gestärkt.
„Gott, ist das witzig“: Was die Neugründung der Zeitschrift Pardon über das Elend der deutschen Satire sagt. Leider habe, so Richard Herzinger, die Zeitschrift das Elend nicht behoben, sondern eher verschlimmert.
Jamie Oliver erfindet das Fernsehen neu – jetzt gibt er den Comedy-Star. Seine Jamies 15-Minuten-Küche gibt’s bei Dorling Kindersley.
Süddeutsche Zeitung
Marx ist nicht gleich Marxismus (war es übrigens noch nie…). Zwei Bücher dazu: Eric Hobsbawn Wie man die Welt verändert (Hanser) und Gareth Stedman Jones Das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels (C.H. Beck).
„Schmal und bewegend“: Tomás Gónzáles Das spröde Licht (S. Fischer).
Die Neue Rundschau aus dem S. Fischer Verlag erkundet den Comic und kommt zu dem Ergebnis: „Kein Kinderkram“.
Beilage für den Mittelstand
mit spannenden Führungsthemen:
„Fünf goldene Regeln für das Kreditgespräch“: Geld von der Bank gibt es nicht mehr so leicht wie früher. Wer gut informiert und vorbereitet ist, hat größere Chancen auf ein Darlehn, daszu gehört die Kenntnis über sein Rating, im Vorraus wissen, was die Bank wissen können möchte und entsprechend die Daten dabei haben und Alternativen vorher prüfen.
„Die Kunst des Übergangs“: Unternehmer, die ihren Betrieb an den Sohn oder die Tochter weitergeben wollen, verpassen dafür oft den richtigen Zeitpunkt.
„Wenn der Vater mit dem Sohne… eine Firma führt, kommt es oft zum Streit. Es geht aber auch anders, wie ein Beispiel dieser Ausgabe zeigt.