Die Amazon-Affäre zieht erste Konsequenzen nach sich: Schon in der von BuchMarkt angefragten Stellungsnahme [mehr…] betonte Amazon, dass keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung geduldet werden, nun meldet die Süddeutsche, dass Amazon die Sicherheitsfirma H.E.S.S. gefeuert hat.
„Amazon hat veranlasst, dass die Zusammenarbeit mit dem kritisierten Sicherheitsdienst mit sofortiger Wirkung beendet wird. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber von rund 8000 festangestellten Logistikmitarbeitern hat Amazon eine Null-Toleranz-Grenze für Diskriminierung und Einschüchterung – und wir erwarten das gleiche von allen Unternehmen, mit denen wir arbeiten“ wird die Unternehmenssprecherin Christine Höger von der Süddeutschen zitiert.
In der ARD-Reportage „Ausgeliefert – Leiharbeit bei Amazon“ wurden H.E.S.S.-Mitarbeiter gezeigt, die Kleidung der Marke Thor Steinar, die bei Rechtsextremisten besonders beliebt ist, tragen und die Unterkünfte von ausländischen Leiharbeitern von Amazon überwachten [mehr…].
Die ARD-Doku hat nicht nur in Deutschland hohe Wellen geschlagen (besonders auf den Social Media Plattformen), auch international berichteten u.a. New York Times, Washington Post und der britische Independent über die schlechten Arbeitsbedingungen bei dem größten Online-Händler. Zuletzt meldete sich am Wochenende auch Arbeitsministerin Ursula van der Leyen zu Wort und drohte Leiharbeitsfirmen, die mit Amazon zusammenarbeiten, mit Lizenzentzug.