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Amazon kündigt auch Logistikdienstleister

Amazon schafft weitere Fakten: Mit einem knappen Statement kündigt das Unternehmen an, sich von einem weiteren Dienstleister zu trennen. Der Name wir nicht genannt. Es geht um die Firma, die unter anderem für die Unterbringung der in der Weihnachtszeit eingesetzten Zeitarbeiter verantwortlich war.

„Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte verantwortlich war, zu gewährleisten“, so Amazon in seinem Statement, das gestern kurz vor 22 Uhr verschickt wurde. „Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen. Den Einsatz des kritisierten Sicherheitsdienstes hatten wir bereits beendet“, heißt es weiter.

Das Unternehmen versichert darin: „Amazon nimmt die Vorwürfe bezüglich der Situation im Seepark Ost während der Weihnachtszeit sehr ernst“, heißt es darin. Amazon sei verantwortlich dafür, dass „alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden“. Damit reagiert Amazon auf die Fernsehreportage, die zum Teil im Seepark Ost gedreht hatte [mehr…]. Gestern hatte der Internetversender die Sicherheitsfirma gekündigt [mehr…]. Inzwischen hat auch der Verlag Andre Thiele (VAT) seinen Vertrag mit Amazon gekündigt. Andere Verlage haben das bereits vorher getan, wie zum Beispiel Diogenes. Auch politisch werden Forderungen der SPD im Landtag laut, die Leiharbeit neu zu regulieren, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung online.

Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, berichtet die Hersfelder Zeitung. Zitiert wird der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Fulda Harry Wilke, der auf Anfrage der Zeitung mitteilte, es bestehe gegen zwei Mitarbeiter von H.E.S.S-Security ein Anfangsverdacht auf Nötigung und Freiheitsberaubung. Das betreffe den Vorwurf, das Sicherheitsteam habe das ARD-Kamerateam im Seeparkhotel Kirchheim festgehalten und die Herausgabe von Filmmaterial gefordert.

Nach Angaben der Hersfelder Zeitung prangerte unterdessen Günter Wallraff die Arbeitsbedingungen an: „Mir sind mehrfach von dort Beschäftigten grausamste Arbeitsbedingungen geschildert worden“, sagte er. Aus Zuschriften von Betroffenen gehe hervor, dass diese von Kameras überwacht, schon bei kleinen Verschnaufpausen zum Vorgesetzten zitiert würden und mit Repressalien rechnen müssten und der Zugang zu Medikamenten verweigert würde.

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