Drei stationäre US-Buchhändlern strengen laut New York Times eine neue Sammelklage gegen Amazon und die sechs größten Verlage an. Darin wenden sie sich gegen das digitale Rechtemangement für E-Books, das zu einem Monopol führe.
Im Visier steht der von Random House, Penguin, Hachette, HarperCollins, Simon & Schuster und Macmillan, die mit Amazon „einen geheimen Vertrag“ über einen harten Kopierschutz geschlossen hätten. Der führe dazu, dass E-Books nur auf dem Kindle und nicht auch auf anderen Geräten zu lesen sei. Damit wäre faktisch ein Monopol entstanden.
Die Kläger verweisen auf einen ähnlichen Fall bei Apple, dessen Musik nur auf dessen Geräten abzuspielen war. Auch Apple habe den Kopierschutz aufheben müssen. Nun wolle man durch eine einstweilige Verfügung eine schnelle Lösung erreichen.
In das Visier der Kartellrechtshüter ist amazon.de auch in Deutschland gekommen. Hierzulande wird der Konzern verdächtigt, den Wettbewerb der Marktplätze im Internet zu beschränken. Dorn im Auge ist die „Preisparitätsklausel“. Demnach dürfen Händler Produkte, die sie auf Amazon Marketplace anbieten, nicht auf anderen Portalen im Internet günstiger anbieten. Jetzt will das Bundeskartellamt prüfen.