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Mindelheimer Philosophiepreis für Philipp Hübl

Philipp Hübl

Philipp Hübl erhält Mindelheimer Philosophiepreis für Folge dem weißen Kaninchen (Rowohlt). Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird im Turnus von 2 Jahren von einer siebenköpfigen Schülerjury des Maristenkollegs Mindelheim an einen Autor vergeben, der philosophische Literatur für Kinder und/oder Jugendliche schreibt. Die Preisverleihung findet am 8. Mai in Mindelheim statt.

In der Jurybegründung ist zu lesen: „Philipp Hübl teilt sein Werk in Schlagwörter ein: Fühlen, Sprechen, Glauben, Träumen, Handeln, Wissen, Genießen, Denken, Berühren und, zuletzt, Leben. Diese Vorgehensweise erlaubt es dem Leser nicht nur, nach seinen Interessen auszuwählen, sondern sie befähigt den philosophisch eher unerfahrenen, aber interessierten Leser zu eigenen Gedankenexperimenten in den Grenzen der eben angesprochenen Thematik; hier wird er jedoch keinesfalls alleine gelassen, sondern im Denkprozess unterstützt durch konstanten philosophischen Input in klarer analytischer Sprache. Dort liegt eine weitere Stärke Hübls: wie er bereits in seinem Vorwort anmerkt, besteht die Ambition des Buchs darin, klare Antworten auf große Fragen zu geben. Dieses analytische Selbstverständnis ermöglicht dem Autor klare Strukturierung und selbstbewusste Formulierung seiner Ansätze, was den Leser vor Überforderung durch allzu vage Ausgestaltung schützt und ihm klare Richtlinien vorgibt. Festgestellt haben wir jedoch auch, dass sich der Leser durch den vorlesungsähnlichen Charakter von Hübls Ausführungen in einer Schiene vorgegebener Gedankenführung befindet, die ihm das Ausbrechen in experimentellere und unkonventionelle Gedankenströme erschwert.“

Die beiden ersten Preisträger waren 2009 Stephen Law und 2011 Wolfram Eilenberger.

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