
Wie wird wohl ein Kellner reagieren, wenn Sie ihm bei der Bestellung sagen „Ich möchte keine Pizza!“? Was soll er notieren? Welchen Auftrag der Küche zurufen? Ein völlig absurdes Beispiel. Denn so benimmt sich kein Mensch, wenn er im Restaurant essen will.
Genau so handeln aber viele Menschen im beruflichen und auch privaten Alltag. Sie hauen bedenkenlos raus, was sie stört, was sie auf keinen Fall mehr wollen. Oft hat es mit dem Verhalten anderer zu tun.Das klingt dann in etwa so: „Ich möchte nicht, dass Sie dem Kunden den Rücken zukehren und so tun, als ob er gar nicht da wäre, wenn Sie Ware verräumen.“ Da ist er wieder, der Pizza-Effekt, nur nicht ganz so offensichtlich. Was soll der Angesprochene denn nun tun? Das ist längst nicht so klar, wie viele meinen. Denn es handelt sich bis hierhin nur um eine übliche Kritik. Und mit Kritik bewegen wir weder uns noch andere zu einem verbesserten Verhalten.
Modeln Sie es deshalb um. Machen Sie aus einer Kritik eine nachvollziehbare Aufforderung: Was möchten Sie, dass der andere tut (statt unterlässt)? „Ich möchte, dass Sie sich stets dem Kunden zuwenden und ihn ansehen. Auch wenn Sie gerade einer anderen Arbeit nachgehen. Dann fühlt er sich von Ihnen gesehen und kann jederzeit mit Ihnen ins Gespräch kommen, wann immer er es möchte.“
Sprechen Sie also klar aus, was Sie wollen, denn Sie bekommen definitiv nur das geliefert, was notiert und der Küche zugerufen wurde.
Praxistest:
– Nehmen Sie sich gleich ein wenig Zeit und notieren Sie, was Sie stört oder einfach nicht dem entspricht, was Sie gern hätten. Beruflich, privat – ganz egal.
– Jetzt fragen Sie sich zu jedem Punkt: „Wie soll es denn sein? Welche Lösung möchte ich für jeden dieser Punkte? Was soll der andere aktiv tun, damit es so wird, wie ich es mir vorstelle?“
– Und dann ab in die Umsetzung. Handeln Sie, sprechen Sie und wechseln Sie vom Problemdenken ins Lösungsdenken.

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