
Nun ist der Deal perfekt: Bertelsmann und Pearson besiegeln die Gründung von Penguin Random House [mehr…]. Beide Medienunternehmen haben heute die abschließenden Verträge für den Merger ihrer jeweiligen Verlagsgruppen, Random House und Penguin, unterzeichnet. CEO der neuen Verlagsgruppe ist Markus Dohle (Foto). John Makinson, seit 2002 Chairman und CEO der Penguin Group, wird Chairman des Board of Directors von Penguin Random House.
An der neu entstandenen, größten Publikumsverlagsgruppe der Welt wird Bertelsmann 53 Prozent der Anteile halten, Pearson 47 Prozent. Penguin Random House umfasst alle Verlagseinheiten von Random House und Penguin Group in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien sowie die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika und die Penguin-Verlagsaktivitäten in Asien und Südafrika.
In dieses Aufsichtsgremium entsendet Bertelsmann fünf Vertreter: Thomas Rabe (Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann), Markus Dohle (Chief Executive Officer von Penguin Random House und Mitglied im Bertelsmann-Vorstand), Judith Hartmann (Finanzvorstand von Bertelsmann), Thomas Hesse (Vorstand für Unternehmensentwicklung und Neugeschäfte von Bertelsmann) und Gail Rebuck (Mitglied im Bertelsmann Group Management Committee). Pearson stellt neben dem Chairman drei weitere Mitglieder des Board of Directors: John Fallon (Chief Executive Officer, Pearson), Coram Williams, (Chief Financial Officer, Penguin Random House) und Philip Hoffman (SVP, Corporate Finance & Strategy, Pearson).
Die neue Verlagsgruppe soll mit mehr als 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund
3 Mrd. Euro (3,9 Mrd. US-Dollar) erzielen. Penguin Random House umfasst knapp
250 Verlagseinheiten. Sitz des Unternehmens ist New York. Die deutschsprachige Verlagsgruppe Random House in München wird nicht Teil von Penguin Random House. Sie verbleibt bei Bertelsmann, ebenfalls unter der Führung von Markus Dohle.
Bertelsmann und Pearson hatten die Transaktion am 29. Oktober 2012 angekündigt. Ihrem heutigen Abschluss vorausgegangen war die behördliche Prüfung in mehreren Ländern der Welt. Nachdem im Februar das U.S. Department of Justice als erste Behörde den geplanten Merger genehmigt hatte, folgten die Freigaben in Australien und Neuseeland im März. Die Europäische Kommission genehmigte Penguin Random House im April, die kanadischen Behörden schlossen sich ebenfalls im April an. Im Mai kam grünes Licht aus Südafrika und aus China. Alle Freigaben wurden ohne jegliche Auflagen erteilt.







