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Friedrich Noßke (85)

Friedrich Noßke

Friedrich Noßke wird heute 85 Jahre alt. Der gebürtige Leipziger lebt seit fast 50 Jahren in Oberbayern und hat jetzt endlich, so schreibt er uns, das „Bayer sein“ erreicht: „Berge von unten sehen, Kirchen von außen, Wirtshäuser von innen.“

Auch, wenn er schon seit über 23 Jahren im Ruhestand ist, hat er noch viele Kontakte in der Branche. Insbesondere mit ehemaligen KollegInnen bzw. MitarbeiterInnen, aber auch mit Verlegern telefoniert er mindestens vier Mal im Jahr. Außerdem, so sagt er, bekomme er regelmäßig interessante Artikel aus den Fachblättern und aus der SZ zugeschickt: „Ich bin also, allerdings mit schwindendem Interesse, auf dem Laufenden.“

Friedrich Noßke machte nach dem Abitur eine Buchhändlerlehre im Franz-Mehring-Haus in Leipzig, wo er noch vor Abschluss der Ausbildung Leiter der Zeitschriftenabteilung wurde. In der Volksbuchhandlung Jena, in die er 1950 wechselte, stieg er bald zum ersten Sortimenter auf, wurde Ausbildungsleiter aller Buchhandelslehrlinge Thüringens und später Geschäftsführer. 1959 floh Noßke nach Westdeutschland und wurde bei Bouvier in Bonn Leiter der Abteilung Naturwissenschaft und Technik, später organisatorischer Leiter des Gesamtbetriebs. Weitere Stationen: Geschäftsführer der Universitätsbuchhandlung Hueber im München, Verkaufsleiter für elf Filialen der Buchhandlung Montanus, Frankfurt; Geschäftsführer der Buchhandlung Rothacker München/Berlin. Auch im Börsenverein engagierte er sich – von 1978 bis 1989 war Friedrich Noßke Geschäftsführer des Verbands Bayrischer Verlage und Buchhandlungen.

Er wollte Zeit seines Lebens ein verlässlicher, umsichtiger Chef sein, das sei ihm immer wichtig gewesen, sagt er heute. Und kommt gleichzeitig zu dem Schluss, dass ihm das wohl auch gelungen ist. Heute stehen seine Hobbys im Vordergrund, allen voran Konzert- und Theaterbesuche, Reisen und das Bergwandern. Die richtigen Bergtouren, die noch bis 2008 zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen zählten (bis zu 35 im Jahr!), kann er allerdings nicht mehr machen: „Meine Augen werden immer schlechter, sodass ich nur noch auf gepflasterten Wegen gehen kann.“ Tagesausflüge sind aber immer noch drin: Im letzten Jahr war er 22 Mal in Salzburg, wo er den Lauf des Almkanals (12 Jhd.), weitere „Stadtbäche“ (18 Jhd.) und die architektonische Geschichte der Vororte seit 1850 erforscht.

Überhaupt die Architektur: Die hat ihn immer interessiert, seine private Sammlung an Architekturbüchern umfasste mal über 180 Titel, die er aber mittlerweile der Bibliothek der Wiener Architektenkammer geschenkt hat.

Heute, an seinem 85sten Geburtstag, macht er zuhause „Telefondienst“, hält aber auch für Gratulanten, die vorbeischauen, Kaffee und Gebäck bereit, bevor er den Abend in Bad Reichenhall im Seniorenkreis verbringt. Mit Sohn und Schwiegertochter feiert er dann am Samstag – bei einem achtgängigen Menü in einem Seerestaurant am Chiemsee.

Jetzt, so wünscht er sich, „will und muss ich noch 94 Jahre alt werden, um alle meine gesetzten Ziele zu erreichen“, z.B. die Geschichte des Heilbads Empfing nähe Traunstein zu vervollständigen.

Wer auch per Telefon gratulieren möchte: 08652 657637

Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“ gratulieren? Dann mailen Sie uns einen kleinen Text und ein Foto des Jubilars/der Jubilarin: redaktion@buchmarkt.de , Stichwort: Runde Geburtstage

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