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BranchenMonitor Buch für Juli: Sommer ohne Hoch

Im Juli waren die Umsätze erneut rückläufig: Die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce schlossen mit minus 2,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat ab (Juni minus 3,1 Prozent). Die positive Entwicklung der zurückliegenden Monate hat jedoch dafür gesorgt, dass im Vergleich zum gesamten Vorjahreszeitraum das Plus bestehen bleibt.

Nach den ersten sieben Monaten des Jahres liegt das Ergebnis nun 1,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das m eldet eben der BranchenMonitor Buch des Börsenvereins. Der Blick ausschließlich auf den Sortimentsbuchhandel im Juli zeigt: Hier ist der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat mit minus 1,2 Prozent (Barverkauf) kleiner als in den drei Vertriebswegen gesamt. Allerdings stand ein Verkaufstag mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Kumuliert liegt das Jahr im Sortiment nun bei plus 1,4 Prozent. Das Rechnungsgeschäft erzielte im Juli ein Minus von 9,1 Prozent.

Ein Blick auf die Editionsformen zeigt: Der Rückgang geht in diesem Monat vor allem von zwei Formaten aus. Taschenbücher machen zwar nur ein Viertel des Umsatzes aus (Anteil im Jahr 2012*), verloren aber 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Juli. Das negative Vorzeichen bei den Hardcovern fiel mit minus 1,2 Prozent kleiner aus, allerdings stellt dieses Format über 71 Prozent des Buchmarktumsatzes. Hörbücher, die einen deutlich kleineren Anteil am Gesamtmarkt besitzen, gaben gegenüber dem Juli 2012 um 0,5 Prozent nach.

Bis auf zwei Warengruppen lagen im Juli alle hinter dem Vorjahresmonat zurück. Besser erging es nur Sachbüchern (plus 3,5 Prozent) und Reisebüchern (plus 0,1 Prozent).

Vor der größten Warengruppe stand dieses Mal auch das größte Minuszeichen: Belletristik (Umsatzanteil 2012: 35 Prozent) musste im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat 5,1 Prozent Umsatz abgeben. Auch für die Wissenschaften war es kein guter Monat: Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 4,9 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (minus 2,9 Prozent), Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 2,1 Prozent).

Etwas kleinere Rückgänge hatten das Kinder- und Jugendbuch (minus 1,8 Prozent) und Ratgeber (minus 1,9 Prozent) hinzunehmen. Letztere konnten sich außerdem durch die Entwicklung der vorangegangenen Monate ein ordentliches Polster zulegen: Beratende Bücher sind neben geisteswissenschaftlichen das einzige Segment, das bisher im laufenden Jahr noch kein negatives Vorzeichen gesehen hatte.

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