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UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und zwei Sauerdropse

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell

einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?

Frankfurter Rundschau

„Erstmal das antike Geröll wegfegen“: Die Archäologin Wafaa El Saddik erinnert sich und erzählt anhand vieler „hübscher Anekdoten“ auch einen „Abriss von 60 Jahren ägyptischer Geschichte“.
Wafaa El Saddik, Es gibt nur den geraden Weg (Kiepenheuer & Witsch)

„Mit leichtfüßiger Boshaftigkeit“: „Wharton ist meisterhaft darin, das feine Taktieren ihrer Figuren zu beschreiben“ – „schön, dass dieser geschliffene, sprachfunkelnde Roman in einer ebenso geschliffenen Übersetzung nun wieder vorliegt“.
Edith Wharton, Dämmerschlaf (Manesse)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kinder- und Jugendbücher
„Grundlose Bosheit ist ein ganz hervorragendes Sujet“: „Auf die Idee, zwei traumatisierte Greise zu den Hauptfiguren eines Kinderbuchs zu machen, muss man erstmal kommen.“ – Es ist ein „virtuoses Bilderbuch“ geworden, dessen Einfälle „oft noch über die kindliche Lust an Ekel und Grusel hinaus“ gehen. In dem liebvoll gestalteten Buch gibt es „jedes Mal neue Details finden und erfinden“.
Jaap Robben & Benjamin Leroy, Die Sauerdropse (Mixtvision Verlag)

„Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen“: Das Buch über das Leben mit einem alkoholkranken Vater ist keine „triste Betroffenheitsliteratur“, „vielmehr die spannende Geschichte eines Mädchens“, das „verrückte Dinge erlebt, schöne und weniger schöne“.
Simon Mason, Mondpicknick (Carlsen)

„Da spukt doch Demians Geist“: Ein „gewandt strukturierter“ Roman über die „emotionalen Verstrickungen Pubertierender“, in dem „E-Mails, Chat- und Telefongespräche (…) längere (…) Prosastücke gegenüber“ stehen.
Christine Radeke, Herz Schlag Zeit (Thienemann)

Neue Sachbücher
„Papa, gib nicht so an!“: „Man kann sich gar nicht retten vor lauter Neuheiten!“: Für Historiker Wolfrum „muss Rot-Grün so etwas wie die Antike oder die Entdeckung Amerikas sein“.
Edgar Wolfrum, Rot-Grün an der Macht. Deutschland 1998 bis 2005 (C. H. Beck)

„Alles ist pseudo in dieser Welt“: Hegemann hat „einen neuen nervenden Roman“ mit „vorgeblich superschlauen, megaabgeturnten und ultrainsiderischen“ Sätzen über die „Suche nach allem und nichts“ geschrieben.
Helene Hegemann, Jage zwei Tiger (Hanser)

„Captain Ahab geht für einen Tag noch mal auf Jagd“: „Ein Drittel Emanzipations- und zu zwei Dritteln Desillusionierungsroman“: Boyle verbindet zwei große Familiendramen, bei denen sich einmal mehr die „Männerfiguren (…) als abstürzende Engel erweisen“ und die „Natur in ihrer gnadenlosen Majestät viel zu groß“ für die Hybris der Menschen.
T. C. Boyle, San Miguel (Hanser)

Die Welt

„Wrestling mit dem Tod“: In dem Comic kämpft die „starke Hauptfigur“ ums „Überleben in der Hölle“ von Ciudad Juarez in Nordmexiko.
Peggy Adam, Luchadoras (avant-Verlag)

Süddeutsche Zeitung

„Nachtarbeiter in Wechseljahren“: Ein „schwindelerregendes, illusionsloses, ja böses und wunderschönes Buch über eines der ältesten Gewerbe“ – Meyer „schwebt mit Huren, Zuhältern und Engeln durch Leipzigs Bordelle, nach Berlin und bis nach Tokio“.
Clemens Meyer, Im Stein (S. Fischer)

„Die Beobachtbarkeit der Welt“: Baecker schreibt seine soziologische Kulturtheorie mit „Unerschrockenheit und Eleganz“.
Dirk Backer, Beobachter unter sich (Suhrkamp)

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