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BV-Vorsteher zur Buchmesse-Eröffnung: Wir brauchen eine neue Kultur des Wissens

Für eine neue Kultur des Wissens plädierte Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse 2013.: „Für ein Miteinander von digitaler und analoger Welt brauchen wir eine neue Kultur des Wissens“, so Honnefelder. „Grundlage dieser Kultur müssen Wertschätzung und Schutz des Wissens sein.“

Als eines der wichtigen Instrumente dafür nannte Honnefelder in dem Zusammenhang die Buchpreisbindung. Als bedenklich bezeichnete er vor diesem Hintergrund die Freihandelsverhandlungen der EU-Kommission mit den USA, bei denen die Kultur nicht ausgenommen worden sei. „Groß ist die Befürchtung, dass beispielsweise die Buchpreisbindung auf Drängen großer Internetanbieter geopfert werden könnte. Damit wäre das Ende der stationären Buchhandlung eingeläutet, das Geld würde den Geist dominieren und Gedanken über eine neue Kultur des Wissens wären überflüssig.“

Erfreulich sei das neue Selbstbewusstsein des Stationären Buchhandels, so Honnefelder. Das zeige sich auch an den Umsatzzahlen. So liegt in diesem Jahr die Umsatzentwicklung des Sortimentsbuchhandels bislang bei plus 0,9 Prozent und ist damit besser als die drei zentralen Vertriebswege zusammengenommen. Sie kommen bis September auf ein Plus von 0,8 Prozent. „Das ist eine Tendenz, aber sie ist ungewöhnlich für den Buchmarkt“, so Honnefelder.

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