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Herbstsalon in der Edition Ebersbach

Was als Experiment begann, hat mittlerweile Tradition. Bereits zum fünften Mal hat Verlegerin Brigitte Ebersbach am Freitagabend Autoren, Mitarbeiter, Buchhändler, Freunde und Nachbarn zu ihrem Salon nach Berlin Schöneberg geladen.

Brigitte Ebersbach (r.) und Autorin Dagmar
Yu-Dembski

Gefeiert wurde das neue Herbstprogramm. Brigitte Ebersbach erinnerte daran, dass in diesem Jahr der 50. Band ihrer Reihe blue notes auf den Markt kam: Birgit Haustedts Klatsch- und Kulturgeschichte Die wilden Jahre in Berlin, eine Neuauflage des Titels aus dem Jahr 1999. Und es gab noch einen Grund zum Feiern: Auch alle Kalender der Edition Ebersbach sind wieder rechtzeitig fertig geworden, obwohl es diesmal beim Literarischen Frauenkalender gar nicht so leicht gewesen sei, entsprechende Zitate der Weltliteratur zu finden, wie Brigitte Ebersbach zugab. Der Frauenkalender, wieder herausgegeben von Susanne Nadolny, widmet sich 2014 dem Thema „Freundinnen“. „Seltsamerweise gibt es über Männerfreundschaften viel mehr Texte“, so die Verlegerin.

Entspannte Atmosphäre im Salon

Unter den Gästen des Abends war auch Dagmar Yu-Dembski, deren Familiengeschichte Chinaprinzessin im Frühjahr erschien. Die Deutsch-Chinesin, die im Berlin der Nachkriegszeit aufwuchs hat sich nach dem Tod ihres Vaters, dem Betreiber der legendären Hongkong-Bar am Kurfürstendamm, auf Spurensuche begeben. Ihre Auszüge aus den Erinnerungen machten neugierig auf mehr. Auch die Publizistin Barbara Sichtermann zog das Publikum in ihren Bann. Kenntnisreich stellte sie Caroline Schlegel-Schelling als Intellektuelle der Frühromantik vor; ihr leidenschaftliches Leben beschreibt Sichtermann in dem blue notes– Band Ein freies Frauenzimmer. Auch wiederentdeckte Klassiker gehören zum Portfolio des Verlags. Neu erschienen ist Stefan Zweigs Novelle Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau. Die Schauspielerin Ingeborg Wunderlich entführte die Zuhörer mit einem Auszug daraus in eine kleine Pension an der Riviera, wo ein weiblicher Gast nicht vom Spaziergang zurückkommt. Eine Tatsache, die für großes Aufsehen und mehr als nur eine Überraschung sorgt.

Die Atmosphäre des Abends war entspannt und die Gäste standen nachher noch lange bei Wein und Kürbistarte zusammen und tauschten sich aus.

ml

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