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Wie war Ihr Jahr, Johannes Jacob?

Johannes Jacob

Seit Nikolaustag fragen wir wieder bis zum 6.1. 2014 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet Carl´s Books Verleger Johannes Jacob unseren „anderen“ Fragebogen.

1

Welcher Tag war Ihr schönster im letzten Jahr?
Der Tag, an dem Jonas Jonasson grünes Licht gab und wir mit der Übersetzung seines zweiten Romans „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ beginnen konnten. Da ist uns allen hier im Verlag ein riesiger Stein vom Herzen gefallen.

2

Worüber haben Sie sich 2013 am meisten geärgert?
Dass Dortmund das Champions-League-Finale verloren hat und dass ein amerikanischer Richter allein darüber entscheiden darf, ob Google ungefragt massenweise Bücher einscannen darf.

3

Was war 2013 Ihr schönster Erfolg?
Als wir sahen bzw. lasen, dass der neue Jonasson seinem ersten Roman an Qualität in nichts nachsteht. Was dann dazu führte, dass uns unglaublich viele KollegInnen im Buchhandel so begeistert unterstützt haben, die „Analphabetin“ bekannt und zum Bestseller zu machen.

4

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Leider ist es uns nicht gelungen, die wunderbare holländische Schriftstellerin Renate Dorrestein, die ich persönlich hoch schätze, durchzusetzen.

5

Ihr liebster Verlag im letzten Jahr?
Ich bewundere, wie es die KollegInnen des Hörverlags Jahr für Jahr schaffen, den weiten Bogen von höchst anspruchsvoller Literatur bis zum Unterhaltungsroman für ein breites Publikum zu spannen, mit stets wieder grandiosen Inszenierungen.

6

Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Von den Hotelpreisen während der Frankfurter Buchmesse und dass e-books das Ende von gedruckten Büchern bedeuteten.

7

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Viel mehr über junge talentierte Schriftsteller, sprich über die Zukunft unseres Gewerbes.

8

Welchen Fehler aus dem letzten Jahr möchten Sie dieses Jahr vermeiden?
Meine KollegInnen aus den anderen Abteilungen mit Sachen zu nerven, in die ich mich verrannt habe.

9

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Vermutlich genau das.

10

Welches Buch hat Ihnen im letzten Jahr besonders viel Freude gemacht?
Mich beeindruckt z. Zt. Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Deutschlehrerin meines Sohnes mit den Sechzehnjährigen seinen wunderbaren Roman „Tschick“ gelesen hat.

11

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?
Man liebt alle seine Kinder, aber jenseits solcher Platitüden: der Debütroman von Sascha Arango „Die Wahrheit und andere Lügen“.
 

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Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Harald Martenstein.

13

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Glauben Sie, dass Philipp Roth noch einmal den Literaturnobelpreis bekommt?
 

14

Hier können Sie die auch beantworten:
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gestern beantwortete Dorothee Seeliger unseren Fragebogen [mehr…], morgen antwortet Sophie von Lenthe.

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