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Lesetipp: DBH auf der Kippe? / Hugendubel streitet mit Kirche über WeltbildPlus-Übernahme

Streit zwischen der Kirche und Hugendubel: „Die Rettung schien bereits eine ausgemachte Sache zu sein – doch jetzt steht völlig überraschend die Zukunft der DBH Buch Handels GmbH mit ihren Töchtern Hugendubel, Weltbild Plus und Jokers wieder auf der Kippe“, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Nach Informationen des Blattes gibt es Streit zwischen Maximilian Hugendubel und dem Erzbistum München-Freising über die Umsetzung des Rettungsplans. „Am Ende könnte der Konflikt damit enden, dass das Erzbistum als einer von 14 kirchlichen Weltbild-Gesellschaftern statt der vereinbarten 20 nurmehr zehn Millionen Euro an Hugendubel überweist“, spekuliert die Zeitung.

Mit dem Geld wollte Hugendubel eigentlich das eigene Geschäft von dem Verbund abspalten und damit sein Unternehmen „aus der Schusslinie“ nehmen. Zehn Millionen Euro würden aber Hugendubel nicht reichen, denn deren Banken, die dem Sanierungskonzept grundsätzlich zugestimmt haben, sollen nach SZ-Informationen diese 20 Millionen Euro dringend verlangen.

Zum Hintergrund: Weltbild ist zu 50 Prozent an der DBH beteiligt, die andere Hälfte gehört der Familie Hugendubel. 3.300 Mitarbeiter sind in der DBH beschäftigt. Durch die Weltbild-Pleite, in der das Katalog- und das Onlinegeschäft des Buchhändlers angesiedelt sind, könnten Folgeinsolvenzen drohen – „und vor allem die DBH und ihre Töchter, also auch Hugendubel, gelten als gefährdet“, schreibt die SZ.

Zehn Millionen Euro hat die Kirche Hugendubel bereits kurzfristig zur Verfügung gestellt. Doch um die zweite Tranche in gleicher Höhe in wenigen Wochen zu erhalten, habe die Kirche, dass Hugendubel auch Filialen von Weltbild Plus übernimmt und weiterführt.

Da aber will Hugendubel nicht mitgehen. Insider halten die Idee, die Weltbild-Plus-Filialen unter dem Namen Hugendubel weiterzuführen, ohnehin für gewagt. Zudem sähe mancher in einer Planinsolvenz der DBH eine große Chance: sich von zu großen Flächen in sehr teuren Lagen problemlos trennen zu können, auf ein vernünftiges Maß zu schrumpfen und die einzelnen Firmen aus der DBH zu entflechten.

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