
Wir fragen heute nicht nach einem der klassischen Verlage mit langer Tradition, sondern nach einem jungen Unternehmen: Es wurde erst im Frühjahr 2012 gegründet, hat aber bereits 550 Titel produziert – ausschließlich elektronische Bücher.
Die Gründerin war lange Jahre bei einem der Marktführer als Verlagsleiterin für die gesamte Belletristik im Hardcover und im Taschenbuch zuständig. Mit 50 Jahren verließ sie die sichere Position, ohne eine konkrete Idee, wie es weitergehen könnte. Sie nahm sich Zeit, um sich in Ruhe umzusehen. Im US-Markt begannen E-Books heftig zu boomen, und diese neue Art der Verlegerei fing an, über den großen Teich zu uns herüber zu schwappen. Mit einigen wagemutigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern wagte sie sich auf das neue Geschäftsfeld. Das Unternehmen ging fünf Monate später mit seinen ersten Titeln an den Start – online, versteht sich. Heute kommen monatlich 25 bis 40 Neuerscheinungen heraus. Das Verlagsteam ist auf neun Personen angewachsen.
„Im Grunde mache ich heute nichts anderes als früher im Printbereich“ sagt die Gründerin. „Ich kümmere mich um meine Autorinnen und Autoren, arbeite mir ihnen und sehe zu, dass ihre Bücher zu den Leserinnen und Lesern kommen, betreibe also das klassische Verlagsgeschäft. Bei meinen E-Books macht der Dirktverkauf nur schmale fünf Prozent aus. Alles Übrige läuft über den Handel. In der Hauptsache sind das einige wenige große Plattformen.“
Den Programmschwerpunkt bildet die populäre Unterhaltung. Deren Ort war früher das klassische Taschenbuch. „Das E-Book ist das Taschenbuch von heute“, ist die Gründerin überzeugt. Sie strebt für ihre Produktion dessen Preisniveau an. Ihre Kernzielgruppe sind die typischen Vielleserinnen: aktive, interessierte Frauen, die sich pro Woche drei bis vier Bücher auf ihren Reader herunterladen. Erfahrungsgemäß bleiben sie ihrer Plattform treu, was das Marketing erleichtert. Ihr Profil ist beim Händler hinterlegt, die Zahlungswege sind geregelt.
Ein solcher Verlag arbeitet mit den Plattformen so zusammen, wie es ein Printverlag mit dem Buchhandel tut. Die „Einkäufer“ der Plattformen werden vom Verlag im Abstand von vier bis sechs Wochen besucht und mit den neuen Titeln bekanntgemacht. Gemeinsam werden Aktionen geplant. Dabei werden Titel zusammengefasst, die thematisch oder preislich zueinander passen. Die heutige Kommunikationstechnik ermöglicht es, ein konsequentes Preismarketing zu betreiben, denn die Preislage für Aktionstitel kann schlagartig auf allen Vertriebskanälen geändert werden. So werden Preise für die Dauer einer Aktion z.B. herabgesetzt und danach wieder auf das alte Niveau angehoben. Zum Marketing gehören außerdem die eigene Blogger-Community sowie Rezensionen und Empfehlungen in sozialen Netzwerken.
Wer die Branchenpresse regelmäßig liest, hat über die Gründerin und von ihr schon einiges gelesen. Und auch der kommt auf die Spur unserer heutigen Rätselfrage, der regelmäßig die Angebote der großen Plattformen verfolgt. Sie sind ja nicht nur die elektronische Konkurrenz zum Buchhandel, sondern an ihren Erfolgstiteln lässt sich ablesen, wohin die Kundenwünsche tendieren. Heinold fragt: Wie heißt der gesuchte Verlag?
Wir fragen heute nicht nach einem der klassischen Verlage mit langer Tradition, sondern nach einem jungen Unternehmen: Es wurde erst im Frühjahr 2012 gegründet, hat aber bereits 550 Titel produziert – ausschließlich elektronische Bücher.
Die Gründerin war lange Jahre bei einem der Marktführer als Verlagsleiterin für die gesamte Belletristik im Hardcover und im Taschenbuch zuständig. Mit 50 Jahren verließ sie die sichere Position, ohne eine konkrete Idee, wie es weitergehen könnte. Sie nahm sich Zeit, um sich in Ruhe umzusehen. Im US-Markt begannen E-Books heftig zu boomen, und diese neue Art der Verlegerei fing an, über den großen Teich zu uns herüber zu schwappen. Mit einigen wagemutigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern wagte sie sich auf das neue Geschäftsfeld. Das Unternehmen ging fünf Monate später mit seinen ersten Titeln an den Start – online, versteht sich. Heute kommen monatlich 25 bis 40 Neuerscheinungen heraus. Das Verlagsteam ist auf neun Personen angewachsen.
„Im Grunde mache ich heute nichts anderes als früher im Printbereich“ sagt die Gründerin. „Ich kümmere mich um meine Autorinnen und Autoren, arbeite mir ihnen und sehe zu, dass ihre Bücher zu den Leserinnen und Lesern kommen, betreibe also das klassische Verlagsgeschäft. Bei meinen E-Books macht der Dirktverkauf nur schmale fünf Prozent aus. Alles Übrige läuft über den Handel. In der Hauptsache sind das einige wenige große Plattformen.“
Den Programmschwerpunkt bildet die populäre Unterhaltung. Deren Ort war früher das klassische Taschenbuch. „Das E-Book ist das Taschenbuch von heute“, ist die Gründerin überzeugt. Sie strebt für ihre Produktion dessen Preisniveau an. Ihre Kernzielgruppe sind die typischen Vielleserinnen: aktive, interessierte Frauen, die sich pro Woche drei bis vier Bücher auf ihren Reader herunterladen. Erfahrungsgemäß bleiben sie ihrer Plattform treu, was das Marketing erleichtert. Ihr Profil ist beim Händler hinterlegt, die Zahlungswege sind geregelt.
Ein solcher Verlag arbeitet mit den Plattformen so zusammen, wie es ein Printverlag mit dem Buchhandel tut. Die „Einkäufer“ der Plattformen werden vom Verlag im Abstand von vier bis sechs Wochen besucht und mit den neuen Titeln bekanntgemacht. Gemeinsam werden Aktionen geplant. Dabei werden Titel zusammengefasst, die thematisch oder preislich zueinander passen. Die heutige Kommunikationstechnik ermöglicht es, ein konsequentes Preismarketing zu betreiben, denn die Preislage für Aktionstitel kann schlagartig auf allen Vertriebskanälen geändert werden. So werden Preise für die Dauer einer Aktion z.B. herabgesetzt und danach wieder auf das alte Niveau angehoben. Zum Marketing gehören außerdem die eigene Blogger-Community sowie Rezensionen und Empfehlungen in sozialen Netzwerken.
Wer die Branchenpresse regelmäßig liest, hat über die Gründerin und von ihr schon einiges gelesen. Und auch der kommt auf die Spur unserer heutigen Rätselfrage, der regelmäßig die Angebote der großen Plattformen verfolgt. Sie sind ja nicht nur die elektronische Konkurrenz zum Buchhandel, sondern an ihren Erfolgstiteln lässt sich ablesen, wohin die Kundenwünsche tendieren. Heinold fragt: Wie heißt der gesuchte Verlag?
Lösung an: heinold@buchmarkt.de