
Hier heute wieder einmal Jörg Winters Quick-Tipp: Diesmal versetzt der Berater uns zum Thema „Selbstreflexion – offen sein für eine neue Führung“ an zwei Schauplätze: Die Buchmesse in Leipzig und eine Fielmann-Filiale.
Buchmesse: Die Inhaberin einer Buchhandlung sitzt mit mir und einer Mitarbeiterin in einem Messe-Café und steigert sich in ihre Unzufriedenheit hinein. „Da müssen Sie (gemeint ist ihre Mitarbeiterin) auch selbst mal ihren Kolleginnen sagen, worauf sie achten sollen. Das kann nicht immer an mir hängen.“ Was löst das bei der Mitarbeiterin aus? Zunächst einmal Unbehagen. Wie soll sie das denn hinbekommen, ohne als Besserwisserin dazustehen? Das ist doch auch gar nicht ihre Aufgabe!
Ortswechsel zum Optiker: Eine engagierte Mitarbeiterin bietet ihrem Chef an, in abendlicher Runde ihren Kolleg/innen Begeisterung und Service nahezubringen, die sie bei den anderen vermisst. Ihr Chef nimmt diese Initiative dankend an. Dabei hat er die Hoffnung, dass der Funke der Begeisterung von Kollegin zu Kollegin überspringen möge. Doch wie fühlt sich das aus Sicht der versammelten Mitarbeiter/innen an? Da steht eine von ihnen und führt ihnen vor Augen, was sie aus Sicht ihrer Kollegin besser machen können. Ist das nicht Kritik vor den Augen des Chefs?
Das Verbindende beider Beispiele ist, dass beide Chefs ihrer Führungsverantwortung nicht nachkommen und sie am liebsten ans Team delegieren möchten. Das kann nicht funktionieren. Haben Sie ein Organigramm, aus dem Weisungsbefugnisse deutlich werden? Weisungsbefugt sind nur Führungskräfte. Manchen Führungskräften gelingt es nicht, sich mit ihren Weisungen durchzusetzen. Sie spüren Führungsschwäche. Was macht demgegenüber Führungsstärke aus? In einem ersten Schritt machen Sie eine nüchterne Bestandsaufnahme:
Sind Sie sich über Ihre Rolle als Führungskraft im Klaren?
Was erwarten Ihre Mitarbeiter/innen von Ihnen? Haben Sie das einmal erfragt?
Wie wollen Sie als Führungskraft sein? Was soll Sie auszeichnen?
Bringt Sie das, was Sie in Ihrer täglichen Führung tun, nach vorn? Falls Sie immer wieder die gleichen Widerstände erleben, suchen Sie nach neuen Wegen. Wen können Sie fragen, um frische Ideen für Ihre Mitarbeiterführung zu bekommen? Fragen Sie doch direkt Ihre Mitarbeiter/innen, wie sie Sie als Chef/in erleben. „Was stört Sie an unserer Zusammenarbeit?“ „Was kann ich in meiner Position anders machen, damit es in diesem Punkt besser läuft?“ Jede Wette: Sie werden glasklar zu hören bekommen, was Sie für eine verbesserte Führungsarbeit tun können.
Kurzum: Sie stellen sich, Ihre Überzeugungen und Ihr bisheriges Verhalten in Frage. Dieser Prozess heißt Selbstreflexion. Selbstreflexion ist der Schlüssel für eine wirkungsvolle Führungsarbeit. Denn Veränderungen gehen nur von Ihnen als Führungskraft aus und nicht von Ihren Mitarbeiter/innen.

In loser Folge coacht Sie hier der Berater Jörg Winter für Ihren persönlichen Erfolg. Mehr zu seinem Angebot durch Klick auf das Bild







