
Regine Mosimann
Der Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Hörspielautor Urs Widmer, geboren am 21. Mai 1938 in Basel, ist am Mittwoch, 2. April, nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren in Zürich gestorben. Er war einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Schweizer Schriftsteller der Generation nach Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch und zählt über die Grenzen der Schweiz hinaus zu den bekanntesten deutschsprachigen Gegenwartsautoren.
Durch seinen Vater, den Literaturkritiker und Übersetzer Walter Widmer, kam er schon im Elternhaus in engen Kontakt mit der Literatur. Widmer schloss sein Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris 1966 mit einer Promotion über die deutsche Nachkriegsprosa ab. Danach arbeitete er als Verlagslektor im Walter Verlag, Olten, und im Suhrkamp Verlag, Frankfurt.
Zusammen mit anderen Lektoren des Suhrkamp Verlags gründete er 1968 den Verlag der Autoren.
Mittlerweile sind drei Dutzend Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Essays, Märchen, Klassikernacherzählungen und Poetikvorlesungen im Diogenes Verlag erschienen. Im Mai 2013 wurden zu Urs Widmers 75. Geburtstag seine Gesammelten Erzählungen aus über vierzig Jahren veröffentlicht und im September 2013 seine Autobiographie Reise an den Rand des Universums.