
Im Rahmen des Projekts „Fußball trifft Kultur in Berlin“ der S. Fischer Stiftung stellten die Autoren Andreas Schlüter und Irene Margil (Foto) gestern in der Bibliothek am Luisenbad ihre neue Reihe Fußball-Haie vor, die rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft mit vier Titeln bei Fischer KJL gestartet ist.
Als Gastgeberin begrüßte Sarah Wildeisen von der Bibliothek rund sechzig Schüler aus zwei Berliner Schulen. Viele der Kinder machen auch mit bei dem mehrfach ausgezeichneten Projekt „Fußball trifft Kultur“, das die LitCam (Literacy Campaign) der Frankfurter Buchmesse vor sieben Jahren entwickelt hat. Das Projekt nutzt die Begeisterung für den Fußball, um Kinder durch die Kombination aus Training und kulturellen Aktivitäten zu fördern. Viele von ihnen kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Inzwischen machen Schulen aus mehreren deutschen Städten mit, wobei das Fußballtraining in Zusammenarbeit mit einem renommierten lokalen Club erfolgt. Das Berliner „Fußball trifft Kultur“-Projekt mit Hertha BSC wird von der S. Fischer Stiftung getragen.
Wenn Irene Margil und Andreas Schlüter von ihren Fußball-Haien erzählen, bekommen sie leuchtende Augen. Auch in ihren Büchern treffen Jungs unterschiedliche Nationalitäten aufeinander, doch alle haben eins gemeinsam: Sie wollen Fußballstar werden. Und um diesem Traum näherzukommen, stellen sie eine Straßenfußballmannschaft zusammen. Konzentriert folgten die Schülerinnen und Schüler der Lesung, bei der die Autoren auch mit den Illustrationen von Michael Vogt und Fotos der Originalschauplätze punkteten.
Während die eine Hälfte der Kinder anschließend an sechs Stationen knifflige Aufgaben löste und die Autoren in Interviews befragte, traten die anderen bei einem Fußballturnier gegeneinander an. Trainiert wurden sie von Zeljko Ristic, dem ehemaligen Jugendtrainer von Hertha BSC, der als Streetworker arbeitet und auch das Autorenduo fachlich beraten hat. Der Clou: Schauplatz des Turniers war der Bolzplatz neben der Bibliothek, auf dem Jérôme Boateng als Kind mit dem Fußballspielen begann. Der Nationalspieler hat auch einen Auftritt in dem ersten Band der Fußball-Haie Spieler gesucht!.
Das Wetter spielte mit, Bibliothek, Verlag und Stiftung hatten alles bestens vorbereitet, damit das Turnier zu einem Fest für die jungen Fußballer wurde. Selbst die Sitzsäcke, die in den Pausen zum Lesen verlockten, hatten das Logo der Fußball-Haie. Die Kinder konnten Trikots und Bücher mit nach Hause nehmen und ganz gleich, wer als Sieger vom Platz ging, eins hatten die Kinder an diesem Tag gelernt: Niemals aufgeben! Schließlich hat jeder einmal klein angefangen.
ml